rssWir, die einen Blog betreiben kennen alle den RSS Feed. Mit diesem kleinen Protokoll ist es möglich Content von Blogs in externen Tools anzuzeigen und dort zu lesen. Der wohl bekannteste RSS Feed Reader war ja der eingestellte Google Reader.

In allen Blogkonfigurationen kann man einstellen, ob man einen gekürzter RSS Feed anbietet oder den kompletten, sogenannten FullFeed.

Der RSS Feed hat nämlich am gleichen Ort wo er seine Stärke hat auch seine grösste Schwäche.

Aber was ist Unterschied zwischen gekürztem RSS Feed und FullFeed?

Wenn man alles auf FullFeed eingestellt hat, dann wird der komplette Content angezeigt. Alle Bilder, Videolinks und auch den ganzen Text. Alles was im „Content-Bereich“ des Blogs dargestellt werden würde, wird als Feed ausgeliefert.

Beim gekürztem RSS Feed wird nur ein kleiner Teil des Content ausgeliefert, wie so ein kleinen Appetit-Happen. Wenn also ein Blogger, ein gekürzten Feed anbietet, dann können die Leser nur den Anfang des Blogbeitrags lesen und müssen zuerst auf den Blog kommen, damit sie den Rest lesen können.

Was ist Besser?

[dropcap]A[/dropcap]us Lesersicht ist es besser, wenn man einen FullFeed anbietet. Die meisten Leute die nämlich den Feed abonieren sind Stammleser und die möchten die Blogbeiträge auf externen Geräten lesen, im Bett, Unterwegs oder in einer Wartepause (so mach ich das wenigstens). Jemand der so ein externen Feed Reader einsetzt, wird auch in mehr als 1 Blog mitlesen. Ich persönlich habe zur Zeit über 400 Blogs wo ich mitlese. Jetzt ist es natürlich mühsam, wenn man nur den Anfang des Textes zu lesen bekommt (bei einem gekürzten Feed) und wo man dann zuerst den Browser öffnen muss und die Blog-URL eintippen muss. Das kostet viel Energie und macht auf die Dauer auch keinen Spass. Und wenn mir ein Blog keinen Spass mehr macht, werde ich ihn nicht mehr lesen!

[dropcap]A[/dropcap]us Bloggersicht möchte man natürlich, dass die Leser auf den Blog kommen und nicht via Feed Reader mitlesen. Sie sollen nämlich das schöne Design bewundern, und auch die gesamte Textaufmachung. Und wenn ich im Blog Werbung eingebaut habe, will ich natürlich das man diese aus sieht und auch drauf klickt. Beim gekürzten Feed, sieht man weder das Blogdesign noch die Werbung.

Fazit:

Was Besser ist lässt sich also nicht allgemein Beantworten. Das kommt ganz auf euch und eures Blogkonzept drauf an. Wenn ihr einfach gerne Bloggt, guten Content anbietet und keine Werbung anbietet, dann könnt ihr einen den FullFeed anbieten.

Wer aber gerne die Leser auf seinem Blog hat und nicht auf externen Feed Reader, der sollte einen gekürzten Feed anbieten.

Dank meiner Auswertung weiss ich, dass ca 20% der Leser Stammleser sind und die kommen also die meisten mit einem Feed Reader. Der Rest meines Traffics kommt von der Tante Google und Onkel Bing. Und die Leute die via Suchmaschinen kommen, landen eh direkt auf meinem Blog. Aus diesem Grund biete ich meinen Lesern einen FullFeed an.

Ich hoffe ich konnte euch eine kleine Entscheidungshilfe geben, um die Frage zu beantworten, was sinnvoller ist ein gekürzter RSS Feed oder den FullFeed.

Über

Eric-Oliver Mächler

Seit 2005 bin ich ein aktiver Blogger. Ich kenne die Kniffe und die Tricks um einen Blog erfolgreich zu machen. Hier gebe ich diese kleinen Tricks gerne weiter und freue mich, wenn ich euch helfen kann. Hier erfährt man mehr über mich.

5 Kommentare

  • Anfangs habe ich meine RSS Feeds auf meinen Blogs auch als vollständige Variante angeboten. Ende letzten Jahres habe ich dies umgestellt auf die eingekürzte Form.

    Ich werde es für mich beobachten, welche Form vielleicht besser sein könnte.

    • Nun sobald du erste Erfahrungen gesammelt hast mit deinem neuen ShortFeed dann hoffe ich du lässt uns an deinen Schlussfolgerungen teilhaben.

  • Hi,
    ich verwende auch den FullFeed und kann damit ganz gut fahren. Ich denke mal, dass es für meine Blogs besser ist und die Stammuser bekommen so den gesamten Inhalt zu lesen und können sich daran erfreuen. Direkte Besucher habe ich auch und das sind wohl diejenigen, die gerne auch das Blog sehen möchten und eh zum Kommentieren kommen.

    • Ja, wie du richtig erkannt hast, es kommt auf die Leser und die darausresultierende Zielgruppe drauf an – ob man ein FullFeed oder ein Shortfeed benützt. Beides hat seine Vor-, wie auch Nachteile 🙂

      Darum macht man es ja immer so wie der Leitspruch von hier: „Der einzige Fehler den man machen kann, ist es NICHT zu versuchen“ 🙂

Hinterlass einen Kommentar