corporate-blogHeute ist Social Media wohl allen Firmenchefs ein Begriff und viele Firmen versuchen sich darin. Aber viele denken, wenn sie von Social Media hören, nicht an Blogs sondern an Facebook, Twitter, Google+ LinkedIn, Xing oder Pinterest. Natürlich geht diese Liste noch weiter, manchmal fallen welche heraus, manchmal kommen welche hinzu.

Dabei vergessen aber viele, dass der Vater der Social Media Dienste der Blog ist. Blogs haben nämlich die digitale Gesellschaft so stark wie niemand geprägt. Vor dem Blog-Zeitalter war das Internet eigentlich nur ein Weg einfach ein Sendemedium für reiche Firmen und Organisationen die sich diese Spielerei leisten wollten. Erst durch die Blogs wurde das Internet eine dialogorientierte digitale Welt. Heute kann jeder der etwas zu sagen hat und dies auch öffentlich tun möchte, ein Blog führen. Und zwar nicht nur die Reichen und Schönen sondern auch „Normalos“ und normale Firmen von Nebenan.

Ich persönlich sage immer wieder zu interessierten Unternehmen, die mich nach Social Media Strategien fragen, dass zu einem gesunden Social Media Mix eben auch ein Blog gehört. Viele Firmen haben aber Angst, etwas falsch zu machen und werden darum vom Wort Blog ziemlich schnell abgeschreckt. Sie denken da an PR-Supergau, ein Portal das man pflegen muss, einen Undurchsichtigen Kosten-/ Nutzenfaktor und an Shitstorms.

Gehen wir mal einen Schritt zurück und denken an Facebook.

Heute ist es eigentlich sehr einfach sich mit Facebook zu beschäftigen. Eine Firmen Fanpage ist relativ schnell eingerichtet und nach wenigen Minuten ist man bereits bereit, diese auch mit Content zu füllen. Irgendwelche coolen Fotos von der Firma und ihren Produkten sind sicher bereits vorhanden, kurze 30 Wörter Texte schnell von der Sekretärin oder der Marketingabteilung hergestellt, und lustige Videos bei Youtube mit wenigen Klicks gefunden. Man könnte also meinen dass dem Erfolg bei Facebook nichts mehr im Weg steht.

Ich höre oft von Social Media Beratern, wie sie Firmen das Blaue vom Himmel versprechen. So zum Beispiel, pro Woche 10’000 Neue Liker/ Fans, 50’000 Twitterfollower und andere Versprechen sind keine Seltenheit. Aber so einfach ist das leider nicht. Gut man könnte diese Zahlen wirklich erreichen in dem man Follower & Liker kauft oder sie durch Wettbewerbe gewinnt. Aber das ist der falsche Weg, den solche Follower Liker sind dann nicht an der Firma interessiert, es sind einfach Zahlen die den Chef der Firma ruhigstellen sollen (Das ist aber ein Thema für ein anderes Mal).
Nun ists aber so, dass Facebook fast wöchentlich neue Spielregeln einführt. Mal gibt’s ein neues Design oder Funktionen verschwinden oder der Newsfeed wird umgestellt, so das Firmenfanpages seltener auftauchen. Auf alle diese Änderungen müssen Firmen dann reagieren. Aber letztendlich hat ein Unternehmen keine wirkliche Kontrolle über seine Arbeit. Man ist auf den Goodwill von Facebook angewiesen. Im schlimmsten Fall kann ein Unternehmen viele tausend Stunden in seine Fanpage investieren und wird dann von heute auf morgen von Facebook gelöscht. Was dann? Da Facebook von den Suchmaschinen wie Google auch nicht indexiert wird, bringts auch SEO-Technisch gar nichts.
Wenn man die Entwicklung auch so sieht, dann sinkt die Reichweite der Firmenfanpages bei Facebook seit Jahren. Ist ja auch logisch, immer mehr Firmen und Freunde teilen sich den kleinen Platz im Newsfeed und wollen gelesen werden. Direkt gesagt, heute müssen viele Firmen Geld in die Hand nehmen und Facebook Ads kaufen, damit sie gesehen werden. Das ist aber etwas was vorallem die lokalen Unternehmen eher scheuen. Ebenfalls weiss ein Unternehmen ja nicht genau, was Facebook mit seinen Daten alles anstellt (NSA und so).

All diese Probleme hat ein Corporate Blog nicht. Ein Blog bereitet einem Unternehmen eigentlich keine Probleme. Texte, Bilder und Videos werden ja schon für Facebook & Co entwickelt. Also zieht das Zeitargument hier auch nicht. Ein gut geführter Blog hat also keine Nachteile sondern nur Vorteile.

Vorteil eines Corporate Blog

  • Der Inhalt lässt sich jederzeit anpassen (Tippfehler korrigieren) oder wenn Texte angepasst werden müssen.
  • Der Blog lässt sich ans CI anpassen und fügt sich somit nahtlos in die Webseite ein.
  • Durch Statistik Tools, kann man den Erfolg direkt messen.
  • Neue Autoren-, Gastautoren sind schnell hinzugefügt.
  • Die Inhalte lassen sich durch mehrere Autoren bearbeiten.
  • Multimedia Inhalte wie Videos und Bilder lassen sich schnell einbauen und auch austauschen.
  • Kommunikation von Fachwissen schärft das Unternehmensprofil.
  • Support und Kundenservice können über einen Blog auch durchgeführt werden
  • Bessere Suchmaschinenergebnisse durch Blogs (Google liebt Blogs).
  • Die Kommentarfunktionen lädt Besucher der Webseite zum kommentieren ein.
  • Blogbeiträge haben eine längere Wirkungsdauer als Facebook oder Twitter.
  • Durch persönlichere Einblicke, Hintergrundberichte aus dem Unternehmen kann Verbundenheit und Nähe mit dem Unternehmen erzeugt werden und das Unternehmen wirkt dadurch persönlicher/ freundlicher.
  • In einem Blog lassen sich auch mal verschiedene Themenbereiche bearbeiten und unterscheiden.
  • Bei einem drohenden Shitstorm, kann man auch besser Informieren und reagieren.
  • Die Datenhoheit liegt bei der Firma!

Man kann also sagen, dass ein Unternehmen welches ein Corporate Blog führt, sich wirklich ernsthaft mit Social Media beschäftigt und nicht nur ein wenig rumspielen will. Aus diesem Grund ist ein Corporate Blog so wichtig für ein Unternehmen.

Über

Eric-Oliver Mächler

Seit 2005 bin ich ein aktiver Blogger. Ich kenne die Kniffe und die Tricks um einen Blog erfolgreich zu machen. Hier gebe ich diese kleinen Tricks gerne weiter und freue mich, wenn ich euch helfen kann. Hier erfährt man mehr über mich.

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