langweiligEigentlich sage ich ja täglich, dass alle Unternehmen einen Corporate Blog führen sollten. Denn die Zeiten, wo sich Unternehmen vor seinen Kunden verstecken konnten, sind endgültig vorbei. Für jedes Produkt auf der Welt gibt es garantiert 10 oder mehr Konkurrenzprodukte. Meistens sind diese Produkte absolut ähnlich und können darum gut ausgetauscht werden. Aus diesem Grund muss ein heutiger Kunde nicht automatisch auch unser Kunde von morgen sein. Der Kampf um die Kunden läuft auf Hochtouren.

Heute entscheidet das Gefühl des Kunden über den Kauf oder einen Nicht-Kauf. Wenn er die Firma mit einem schlechten Gefühl verbindet, wird er wohl eher von dort zur Konkurrenz abwandern, als wenn er ein absoluter Anhänger ist.

Als bestes Beispiel kann man hier ja das Unternehmen Apple nehmen. Wenn man die Produkte anschaut, sind diese zwar sehr hochwertig gebaut, aber wenn man die Bauteile einzeln betrachtet, auch total überteuert. Ein guter Laptop ist heute ab 500 CHF erhältlich und doch kostet ein guter Apple Laptop schnell mal 2500 CHF also das 5-Fache. Würde das Unternehmen den Kunden nicht ein gutes Gefühl vermitteln, dann würde man nicht gerne den 5-Fachen Preis zahlen sondern zur Konkurrenz abwandern. Aber Apple hat es geschafft, dass ihre Kunden schon fast Gläubige einer „Apple“ Kirche wurden. Und aus diesem Grund verziehen sie fast alles (Lange Lieferzeiten, Warteschlangen vor den Apple Geschäften, teure Produkte usw)

Genau dies ist auch das Ziel eines Blogs: Man sollte den potentiellen Lesern ein gutes Gefühl vermitteln.

Leider muss ich sagen, dass ca 90% der Firmen die Bloggen und auch die Privat-Blogs totaler Mist sind. Ihre Texte sind langweilig, absolut weichgespült und eigentlich total überflüssig. Wenn ein Blog ein Blogpost veröffentlicht, der keine Meinung enthält sondern sich mehr nach PR Quatsch anfühlt als nach einem emotionalen Beitrag, dann wird er auch NIE die Menschen bewegen und auch wenig Leser/ Kunden anziehen. Und genau solche Texte verschwenden unser höchstes Gut, nämlich unsere Lebenszeit.

Meistens können die Blogtexte eigentlich gar nichts dafür. In vielen Unternehmen sind die Blogger gleichzeitig auch die PR-, Marketingverantwortlichen und die können nicht anders schreiben. Die sind so festgefahren in ihrem Aufbau der Texte, dass sie nicht anders können. Den zwischen einem PR-/ Marketingtext und einem Blogbeitrag liegen nicht nur Welten sondern Galaxien. Aus diesem Grund haben hier private Blogs einen kleinen Vorteil. Man kann hier mit der ganzen Gewalt aller Gefühle spielen. Findet dieser Blogger etwas eine Katastrophe, dann kann er das direkt, und knallhart sagen, und wenn er etwas liebt, kann er das auch direkt sagen. Die Gefühle die er transportiert sind seine eigenen und darum kann er damit ganz ehrlich und direkt sein.

Wenn sich jemand entschieden hat das er ein Blog haben möchten, dann muss er auch Profil zeigen. Den es ist egal ob es eine Privat Person ist, ein Unternehmen oder ein Kunde – all das sind eigentlich Menschen und wir Menschen sind emotionale Wesen.

Wenn man also einen Blogbeitrag schreibt, der sich selbst beweihräuchert und nur dazu da ist sich selbst zu loben, dann wirkt das schnell langweilig, aufgesetzt und einschläfernd. Wenn ich ein Blog lesen will, dann will ich nicht solche Texte lesen müssen, denn der Leser entscheidet selbst ob ein Blog/ Firma gut oder schlecht ist.

Wenn ein Blogger behauptet der Himmel sei Grün, der Leser ihn aber als Blau empfindet, dann kann der Blogger noch so lange Grün behaupten – er ist und bleibt Blau für den Leser.

loesungAlso wenn ihr einen Text schreibt, dann müsst ihr die Gefühle des Lesers ansprechen. Ihr könnt sie glücklich machen, verzaubern, ängstlich machen oder den Leser komplett „geil“ auf euer Produkt/ Dienstleistung machen. Keine Angst ihr müsst jetzt nicht als Schraubenmutterhersteller die Bilder von nackten Frauen posten. Aber ihr müsst eure Begeisterung zu eurem Beruf/Firma transportieren. Ich glaube niemand macht heute noch einen Job der ihn absolut belastet. Heute gibt’s so viele Möglichkeiten um sich weiterzubilden und zu entwickeln, dass jeder irgendwann mal genau das macht, was er selbst möchte und nicht das macht was seine Eltern von ihm verlangten oder in seiner Familie Tradition ist. Und genau diese Begeisterung zu eurem Beruf müsst ihr versuchen in eure Texte zu übertragen.

Beispiel eines interessanten Textes_

Eine Kaffeerösterei muss nicht schreiben,…
„In unserer Rösterei gibt’s jetzt das neueste und beste Produkt überhaupt….“
Sondern:
„Vor unserem Geschäft an der Bahnhofstrasse verbreitet sich der herrliche Duft unseres neuesten Produktes XYZ…“
Solche Texte machen neugierig (Gefühl!) und machen Lust auf mehr.

Diese Beispiel kann man in alle Bereiche übertragen.

Also was lernen wir daraus? Hört auf mit langweiligen Texten die unsere Lebenszeit verschwenden, sondern beginnt in euren Texten Emotionen zu transportieren, damit die Texte interessant, spannend und Lust nach mehr machen.

Über

Eric-Oliver Mächler

Seit 2005 bin ich ein aktiver Blogger. Ich kenne die Kniffe und die Tricks um einen Blog erfolgreich zu machen. Hier gebe ich diese kleinen Tricks gerne weiter und freue mich, wenn ich euch helfen kann. Hier erfährt man mehr über mich.

1 Kommentar

  • Sehr gut erkannt. Vor allem im Bereich Blogger-Blog, Webmaster, WordPress, sozi. Netzwerke, Geld verdienen und ähnliche Themen drehen sich viele dieser Blogger auch im Kreis und schreiben meistens nichts was man wirklich wissen müsste und einen auch nicht weiter bringt. Alles nur langweilige oberflächliche Kost, die vielleicht noch Neulinge hinter dem Ofen hervorlocken kann. Ich, der schon seit über 15 Jahre Geld verdienender Webmaster bin, langweilige mich bei diesen Texten. Blogger sind halt oft wirklich keine Journalisten, sondern schreiben woll nur aus Langeweile und füllen ihre Blog, weil es wohl ihre Blogger-Freunde wohl erwarten, dass mal wieder neuer Lesestoff auf dem Blog erscheint. Die meisten Blogger sollten lieber weniger Beiträge schreiben, dafür aber hochwertigere.

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