Heute habe ich mal eine Story für euch, die für mich als Eidgenosse wie ein schlechter Witz tönt äh klingt.

Ihr wisst ja bereits, dass man bei Bilder die man für seinen Blog verwenden möchte, immer sehr aufpassen muss. Zu oft wurden Bilder, die man bei Bilderarchive für teures Geld gekauft hat, trotzdem teuer abgemahnt. Und seit gestern, könnte eine neue Abmahnwelle anrollen.

Das Landgericht Köln (AZ 14 O 427/13) hat nämlich ein Urteil gefällt und beschlossen, dass alle Bilder abmahnfähig sind und es dem Urheberrecht zuwider läuft, wenn man das Bild über eine eigene URL aufrufen kann. Ja genau es ist das gleiche Gericht das vor Weihnachten in den Medien gelandet ist, wegen dem Streaming-Urteil. Das betrifft jetzt vorallem viele Bilderarchive, Fotografen, man kann sagen einfach ALLE!

abmahnung_bild_1Also nehmen wir dieses kleine Bild hier als Beispiel. Das kennt ihr alle. Das wurde durch den einfachen < img src = “ # “ > Tag eingebunden in die Seite. Das ist ganz normal. Nun kann man aber dieses Bild auch direkt via URL abrufen – die lautet: http://www.chefblogger.me/images/abmahnung_bild_1.jpg

Nun gibt’s ja Bilder die stehen unter einer speziellen Lizenz und müssen zb den Urheberrecht erwähnen. Bisher hat man diese Erwähnung einfach unter dem Bild hingeschrieben. Damit waren die Gerichte bisher auch zufrieden.

Bis heute!
abmahnung_bild_2Ab sofort müsste man wohl alle Bilder so erweitern, in dem man, den geforderte Urheber direkt ins Bild einfügt. So wie ich es hier gemacht habe und das sieht ja wirklich genial aus – nicht wahr?

ABER auch hier gibt’s wieder eine Abmahnfalle und zwar darf man ein Bild nicht einfach verändern oder anpassen. Weil das wäre wieder verboten und kann abgemahnt werden.

Schlussendlich stehen die deutschen Blogger nun vor einem riesen Problem. Auf gut Schweizerdeutsch gesagt es herrscht „Figgi/Mühli“ (Alles was man tut gibt noch mehr Probleme).

Meine Empfehlung

Ich bin mir sicher, dass dieses Urteil von der nächsten Instanz kassiert wird aber das kann noch ein paar Monate dauern. Und bis dann bleibt euch deutschen Bloggern nur eines übrig, und zwar entfernt alle gekauften Bilder und verwendet nur noch selbst gemachte!

Solche Urteile passieren echt nur durch Leute die das Internet noch als #Neuland ansehen.

Update 5.Februar 2014: Pixelio gibt eine Presseerklärung heraus

Als ich vor gut 24 Stunden diesen Blogbeitrag geschrieben habe, dachte ich nicht, dass er so Wellen schlägt. Pixelio der ja in der Klage benannt wird, hat sich jetzt so unter Druck gefühlt, dss sie eine Stellungname veröffentlicht hat. Pixelio sagt selbst, dass das Gericht was unmögliches fordert vom Bildverwender und sie dieses Urteil darum bekämpfen werden. (Stellungname Pixelio Betreffend LG Köln Urteil AZ 14 O 427/13). Das wird sicher noch spannend !

Weitere Beiträge zu diesem Thema:

Über

Eric-Oliver Mächler

Seit 2005 bin ich ein aktiver Blogger. Ich kenne die Kniffe und die Tricks um einen Blog erfolgreich zu machen. Hier gebe ich diese kleinen Tricks gerne weiter und freue mich, wenn ich euch helfen kann. Hier erfährt man mehr über mich.

19 Kommentare

  • Ich nutze von jeher keine fremden Bilder auf meinen Blogs und Projekten. Das deutsche Abmahnsystem und die teilweise erschreckend veralteten Gesetze zu den unterschiedlichsten Bereichen haben nur diesen einen Schluss zugelassen.

    • Hoi Andy, Danke für deinen Kommentar.
      Ja das ist eine sehr weise Entscheidung von dir – und erspart dir sicher viel ärger. Obwohl Abmahnungen wirst eh bekommen wie ich. Wo deutsche Anwälte, mit deutschem Recht versuchen Geld von mir zu erpessen der gar nicht in D lebt 🙂

  • Hi zusammen,
    was sollten wir Blogger nun machen!? Die meisten Blogger haben das Bilderrecht in ihren Artikeln am Ende des Beitrages und jetzt muss man es noch direkt ins Bild schreiben. Was soll das Ganze!? Ich bin ja bei Shutterstock.com, einem tollen Bilderanbieter, und ich habe mich informiert, sodass es ausreicht, wenn man am Ende des Artikels die Quelle verlinkt und einen Link zu Shutterstock.com setzt. Aber wie soll ich mich nun verhalten, wenn es jetzt Abmahnungen regnen wird. Solche Rechtsanwälte haben einfach nichts besseres zu tun und sollten lieber auf den Blogs lesen als diese abzumahnen.

    • lach – hast absolut recht recht. aber ich bezweifle das solche anwälte überhaupt lesen können. die sind so erfolglos das sie sich nur mit abmahnen über wasser halten können.

      was man tun kann? Naja auswandern oder anwälte in die luft sprengen – könnte ich jetzt sagen. aber das ist keine lösung 🙂

      am besten sich genau überlegen was man tut. ignorieren und abwarten und hoffe das dies ein einzelfall ist/war. oder alles mit selbstgemachten fotos ersetzen.

  • Ich werde mal versuchen, bei meinen neuen Bildern, dies umzusetzen und schaue ob es ankommt. Eigene Bilder im web-affinen Themenbereich kann ich unmöglich selbst machen, da ich nicht skizziere, zeichne oder male und greife da eher meistens auf Stockphotos zurück.

    Diese Abmahnsache sollte man beobachten!!

    • ja die richtigen bilder zu finden sind wohl das schwerste – das geht uns wohl allen so 🙂 und evtl ist diese ganze abwahmsache in diesem fall nur ein sturm im wasserglas und in ein paar wochen bereits wieder gelöst.
      trotzdem sehe ich das als anfang vom ende. den immerhin ist so eine idee wirklich sehr kreativ und eigentlich war/ist ja das gif format auch geschützt. also könnte man jeden gif’er abmahnen *g*

      naja der deutsche abmahnwahnsinn versteh ich eh nicht – aber dafür bin ich halt einer dieser eidgenöossen äh südländer ^^

  • Sei froh, dass du in der Schweiz lebst und dort gibt es wahrscheinlich als Blogger weniger Probleme mit dem Gesetz. Bei den Bildern werde ich nach wie vor auf die Stockphotos setzen und es auch so handhaben.

    • lach, ja ich muss zugeben, ich habe schon öfters gedacht „Gott sei dank bin ich ein Südländer und nicht in Deutschland lebend“ Es gibt vieles was ich als Eidgenosse bei euch nicht verstehe und wohl auch nie verstehe – manchmal seid ihr für mich wie aliens 🙂

  • Lieber Eric-Oliver,

    es ist ein zweischneidiges Schwert. Bei LISA! Sprachreisen kostet die Produktion der Fotos und Graphiken sehr viel Zeit, aber vorallem Geld. Fast schon unverschämt kopieren sich Domainbetreiber unsere Fotos und veröffentlichen sie ungefragt zusammen mir ihrem Content als eigenen Content. Ein spanischer Sprachreisen-Konkurrent hat es „geschafft“, den kompletten Internetauftritt + gedruckten Katalog aus zusammengeklaubten Fotos zu erstellen.
    Die galanteste Lösung wäre, den Besitzer der Fotos um Erlaubnis zu fragen und einen Backlink rel=follow zu geben (z. B. Foto by Chefbloger.de) oder einen entsprechenden Code zum Einbinden auf die Webseite zur Verfügung zu stellen, in dem die korrekte Nennung und Link bereits codiert ist.

    Viele Grüsse
    Elke Greim
    LISA! Sprachreisen

    • hoi Elke
      Ja es ist absolut richtig. Das es wirklich unschön ist wenn Bilder und Texte geklaut werden. Sowas gehört sich nicht, und wer das tut, kann ruhig gebüsst werden. Da denk ich ähnlich. Aber wenn man dann Bilder in ein Bild-Datenbank hochlädt wo es heisst, man soll den Namen erwähnen und der Blogger tut das auch – aber dann kommt jemand und versucht durch extra-schlaues noch zusätzlich geld einzupressen – DAS find ich dann wieder total daneben und gehört genauso verboten.

    • Hallo Elke, es ist etwas anderes, ob die eigenen Bilder ungefragt genutzt, oder Bildlizenzen von einem Dienstleister zum Kauf oder zur kostenfreien Nutzung angeboten werden. Was ich aber noch viel erschreckender finde, ist der Bericht, dass das verwendete Bild auf einmal nicht mehr in der Datenbank gewesen sein soll und somit die Lizenzgebung nicht mehr öffentlich nachzuvollziehen ist. So viel kann pixelio gar nicht mehr zurückrudern. Alleine schon die Bewerbung des Dienstes mit „Deine kostenlose Bilddatenbank für lizenzfreie Fotos“ ist aus meiner Sicht ein Nepp, wie auch Heise bereits festgestellt hat.

    • Hoi Peter, Danke für deinen Kommentar.
      Naja Buchcover hättest ruhig drauf lassen können. Wie ich gesehen habe, verlinkst du ja dann direkt auf die Webseite wo das eBook zum download/kauf bereitsteht. Solange du also das bild und das original-ebook-vorstellungs-posting miteinander verlinkst und auch schreibst woher du das bild hast – sollte es keine probleme geben. immerhin machst du ja indirekt werbung für das ebook…
      wen dich wegen sowas jemand abmahnt, dann ist der abmahner dümmer als brot!

  • In Deutschland gelten Gerichte als größtes Hemmnis bei der wirtschaftlichen Fortentwicklung des Internet-Geschäfts – weil es vielen Richtern schlicht an entsprechenden Verständnisvoraussetzungen fehlt. Wird sicher so nicht bleiben, aber noch isses so.

  • Hallo und erst einmal, schöner Artikel. Aber jetzt habe ich mal eine kleine Frage. Leider bin ich kein Guru in Sachen Medienrecht.

    Wie sieht es denn auch wenn ich ein Bild von „pixabay“ nutze. Hier wird ja ganz klar gesagt das diese Bilder keine Lizenz haben und der Autor oder anderes nicht angegeben werden muss. Was aber, wenn man dennoch abgemahnt wird? Wie kann ich beweisen, dass ich das Bild von dieser Seite habe? Sollte ich Videos darüber machen wie ich es Herunterlade? Mit Dateien zusammenbasteln wo ich das Bild mit der Herkunft im Web ablege oder doch lieber eine eigene Kamera kaufen, durch die ganze Welt reisen und Fotos machen, damit ich dann mal das zusammen habe was ich haben möchte?

    Also die wichtigste Frage nochmal ganz kurz. Wie kann ich bei einer Abmahnung am besten nachweisen, dass ich ein Bild von einer Seite habe, die lizenzfreie Bilder ohne Urhebernennung anbietet?

    • Freut mich, dass du den Weg über G+ zu mir gefunden hast. Nein sry ich kenne mich bei unseren Östlichen Nachbarn zu wenig aus.

      • Okay, Dennoch Danke! Vielleicht könnte man den Artikel mal erweitern – es gibt auch österreichisches Publikum da draußen 😉

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