schreibenMan kann von Social Media nicht mehr von einem neumodischem Zeug reden – ausser man ist Politiker, dann ist ja das Internet auch noch #Neuland.

Woran erkennt man also, dass Social Media nichts mehr neumodisches Vodoozeug ist? Das erkennt man daran, dass jede IT Bude aus der Provinz sich als Social Media Experte bezeichnet und Schulungen durchführt und das in jeder Stadt fast wöchentlich neue Social Media Schulen aus dem Nichts entstehen. In diesen Schulen, wird dann der Schüler richtig ausgenommen, kostet so eine Schulung schnell mal 15’000 CHF und lernen tun sie Dinge wie:

  • +10’000e von Followern und Fans auf Facebook und Twitter seien das Wichtigste.
  • Man führt auf Twitter keine Dialoge sondern postet nur Links für die Leute da draussen.
  • Unliebsame Kommentare auf Facebook oder Blogs werden gelöscht.
  • Man schreibt in Blogs keine eigenen Meinungen sondern veröffentlicht dort nur PR Mitteilungen.
  • Blog sind kein Social Media.
  • Networking ist unwichtig.
  • Damit eine Webseite bei Google auf Platz 1 kommt, braucht es mindestens 7500 Links – die man kaufen kann.
  • Google+ Accounts kosten Geld

Und noch vieles mehr lernt man an solchen Schulen. Die Beispiele von oben sind übrigens keine Erfindung von mir, sondern werden an solchen Schulen tatsächlich gelehrt. Bevor hier jetzt die Social Media Schulen ausflippen und mir mit Anwälte und Klagen drohen – natürlich gibt’s unter den tausenden von Social Media Schulen im DACH-Raum, auch welche die wirklich nützlich sind!

Auch lernt man an vielen solcher Social Media Schulen, dass man unbedingt täglich neue Gastbeiträge veröffentlichen sollte. Weil damit der Einfluss der eigenen Webseite steigt.

Stimmt den das?

Bevor ich das Ganze beantworten kann, wofür sind dann Gastbeiträge gut? Früher als eine Webseite daran gemessen wurde, wieviele Backlinks sie gesammelt hat, wurden Gastbeiträge als Link-Ttransporte missbraucht. Oft sah man Gastbeiträge die 10 oder mehr versteckte Links enthalten hatten. Aber dank den Google Updates ist das heute nicht mehr gefragt.

Heute schreibt man Gastbeiträge um auf andere Blogs auf seinen Namen und sein Wissen aufmerksam zu machen. Man kann sich also als Experten einem fremden Publikum präsentieren und somit auch eigene neue Leser gewinnen.

Privat Blogs:

In privaten Blogs sieht man so was noch öfters. In Fashion-, Food-, Fotografieblogs ist diese Art von Austausch normal. Damit bietet man ja den eigenen Lesern nicht nur eine Abwechslung an (jeder Autor schreibt ja anders) sondern man kann sich auch mit anderen Blogs besser vernetzen. Also Gastbeiträge bei privaten Blogs sind wirklich eine gute Idee. Wenn man Gastbeiträge richtig aufbaut!

Corporate Blogs:

Es gibt immer wieder Firmen die veröffentlichen Gastbeiträge. Meistens sind es dann Gastbeiträge die komplett Themenfremd sind. Also ein Handwerker erzählt was von Buchhaltung, ein Dienstleister erzählt was von ihrer Kaffemaschine. Und ein Social Media Blog erzählt auf einmal was von Botanik. Da merkt man, dass bei solchen Unternehmen die Verantwortlichen das bei diesen komischen Social Media Schulen gelernt haben. Denn das ist nichts anderes als Linkbuilding-Texte und komplett falsch und gefährlich!

Jetzt darf man aber nicht sagen, dass Gastbeiträge auf Corporate Blogs nichts zu suchen haben. Denn das stimmt überhaupt nicht, sind doch gute Gastbeiträge auch bei Corporate Blogs sehr wirkungsvoll. Es ist einfach wichtig, dass man Gastbeiträge bringt, die zum Thema der Firma passt. Ein Treuhänder kann locker ein Gastbeitrag veröffentlichen, wo das Thema die Buchhaltungssoftware ist, oder ein Bäcker kann ein Landschaftsgärtner erzählen lassen wie die Geschichte des Weizens verlief.

Es ist wichtig, dass der Leser eines Corporate Blogs was Interessantes vorgesetzt bekommt und nicht mit dem Holzprügel was über den Schädel gezogen bekommt. Natürlich ist der richtige Aufbau eines Gastbeitrags auch wichtig. Und dann darf man es natürlich auch nicht Übertreiben. Ein Gastbeitrag soll eine willkommene Abwechslung sein, und kein Fluchtreflex auslösen.

Fazit:

Also Gastbeiträge, richtig aufgebaut und richtig dosiert, sind eine willkommene Sache für den Leser. Er lernt so auf interessante Art und Weise was es Themenähnliches noch gibt. Als Gastblogger kann man sich einer fremden Leserschaft als Experte präsentieren und so sein Netzwerk ausbauen und sogar neue Leser gewinnen. Als Blog der Gastbeiträge hinzufügt, sind Gastbeiträge eine Auflockerung für die eigenen Leser und man hat dann mal „Ferien“ und muss sich nicht um neuen, interessanten Content kümmern.

Kurz gesagt, sind Gastbeiträge eine gute Sache aber auch sehr gefährlich.

Über

Eric-Oliver Mächler

Seit 2005 bin ich ein aktiver Blogger. Ich kenne die Kniffe und die Tricks um einen Blog erfolgreich zu machen. Hier gebe ich diese kleinen Tricks gerne weiter und freue mich, wenn ich euch helfen kann. Hier erfährt man mehr über mich.

1 Kommentar

  • Hey,
    also ich denke Gastbeiträge machen auch auf Corporate Blogs Sinn. Leider denken immer noch zu wenig Selbständige so sondern eher noch nach dem Motto: „nur keine Besucher verlieren“, eben wie jene kleine Blogs, die um jeden Besucher kämpfen.
    So lange da kein Umdenken passiert, ist jede Diskussion überflüssig 😉
    vielleicht bin ich da etwas rigoros aber es ist leider so (bei sehr vielen)

    Ich frage mich manchmal: lesen coporate Blogger Neulinge überhaupt in anderen Blogs über die Blogosphäre?

    PS: darf ich einen klitzekleinen Kritikpunkt nennen? Mir ist jetzt schon in einigen Blogbeiträgen bei dir aufgefallen, dass du oft ein „n“ vergisst, wenn du „denn“ sagen willst. Das irritiert etwas beim lesen. Ich weiß, wir sind alle nicht frei von Rechtschreibfehlern und ich habe auch so meine Verschreiber 😀 aber beim Wort „denn“ ist mir das jetzt schon einige Male aufgefallen.

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