Anfangs letzter Woche ist eine sehr interessante Diskussion bei einer Facebook Gruppe aufgekommen. Ich würde diese Ja hier verlinken, aber ich habe vor Monaten dort erfahren, dass man nicht über Blogger bloggen darf – darum lass ichs. Und zwar hat Markus Maurer, seines Zeichens Social Media Guru des Migros Konzern, gefragt:

Wieviele Unique Visitors gemäss Google Analytics sind gut für Schweizer Verhältnisse bei einen Blog pro Tag?

  • 0-200 Jeder fängt einmal an
  • 201 – 500 RESPECT!
  • 501 und mehr WOW! Wie machst du das?

Was denkt ihr?

Antwort

Ich persönlich finde diese Frage so spannend, dass ich mir mal selbst Gedanken darüber gemacht habe. Denn das ist doch eine dieser Fragen die uns Blogger alle angeht.

Diese Frage hat es aber in sich, den was heisst Schweizer Verhältnisse? Es ist schon so, dass hier in der Schweiz schon wenig Besucher als Gut angesehen wird, und wenn man diese Zahlen in Deutschland nennt, brechen die da mit einem Lachanfall zusammen. Ich selbst habe Projekte die nur für Deutschland sind und andere die nur für die Schweiz sind. Und darum zählt auch bei diesen Projekten nur die länderspezifischen Besucher und der Rest ist unwichtig. Aber dort sieht man den Unterschied schon schön.

Schweiz

Der Rahmen den Markus hier zog ist für die Schweiz ganz gut gelungen. Ich persönlich würde die Respekt Gruppe aber grösser machen und dann würde das so aussehen.

  • 0-200: Jeder fängt einmal an
  • 201-1000: RESPECT
  • 1001 und mehr: WOW! WIE machst du das?

Nun ich sehe es immer wieder hier beim Chefblogger Blog. Pro Tag kommen so 250 Schweizer Traffic auf diesen Blog und etwa 750 „Ausländische“. Damit bin ich Ganz zufrieden. Ich sehe, dass der deutsche Traffic meistens doppelt so gross ist, wie der schweizer Traffic.

Deutschland

In Deutschland müsste man aber den Rahmen auch erweitern und zwar mindestens auf so:

  • 0-500: Jeder fängt einmal an
  • 501-2000: RESPECT
  • 2001 und mehr: WOW! WIE machst du das?

Achtung
Diese Rahmen die ich hier gezogen habe, sind aber mit Vorsichtig zu geniessen. Denn etwas was man nicht vergessen darf ist, dass man auch aufs Thema des Blogs aufpassen muss und ob der Blog ein Privater Blog ist oder ein Corporate Blog.

Privat Blog

Diese oben definierten Rahmengrenzen sind ganz klar für Private Blogs. Den ein Privater Blog hat viel mehr Freiheiten als ein Corporate Blog und kann darum im Traffic-Fischteich mit viel grösseren Netzen fischen und bekommt so auch viel mehr Traffic ab.

Corporate Blog

Diese Rahmengrenzen die ich oben definiert habe, kann man wirklich nicht für Corporate Blogs einsetzen. Denn ein Corporate Blog kann nicht einfach von seinem Konzept abweichen und mal was total anderes bloggen. Er hat sich an die Regeln zu halten, die ihm seine Firma vorgibt. Stellt euch mal den Unterschied zwischen einem Fashionblogger und einem Schraubenmutterhersteller vor. Ein Fashionblogger schreibt über ein Thema das auch wirklich viel von den Leuten gesucht wird und kann dann über Kleider, Labels usw schreiben. Aber der Schraubenmutterhersteller, der kann höchstens über die Einsatzmöglichkeiten schreiben wie bei einem Auto oder KInderwagen.

Natürlich kann er ebenfalls viel Traffic machen, wenn er ein geschickter Storytelling erzähler ist oder ein sehr begehrtes Produkt besitzt. Aber der Schraubenmutterhersteller und sein Blog werden es sehr schwer haben.

Was lernen wir daraus?

Dieser Rahmen ist ein sehr interessanter Ansatz aber noch lange nicht die Lösung für die Frage, Wie man den Erfolg eines Blogs messen kann. Immerhin suchen alle Blogger nach dem ROI und den kann man in unendlichen Variationen definieren… Also macht euch nicht verrückt wenn ihr nur 100 Unique Leser pro Tag habt. Evtl verkauft ihr dafür jeden Tag 1 Produkt im Wert von 500’000 CHF und das ist besser als 10’000 User zu haben und nichts zu verdienen …

Über

Eric-Oliver Mächler

Seit 2005 bin ich ein aktiver Blogger. Ich kenne die Kniffe und die Tricks um einen Blog erfolgreich zu machen. Hier gebe ich diese kleinen Tricks gerne weiter und freue mich, wenn ich euch helfen kann. Hier erfährt man mehr über mich.

9 Kommentare

  • Die reinen Besucherzahlen finde ich nur für Blogs interessant, die nur Informationen transportieren wollen, wie Zeitungen, Newsportale, Bücherblogs, usw. Sobald über einen Blog ein Produkt oder eine Dienstleistung verkauft werden soll, müssen nicht nur irgendwelche Besucher angelockt werden, sondern die richtigen. Also solche, die als Käufer in Frage kommen. Darüber sagt die Zugriffszahl aber nichts aus.
    Viele Grüße
    Ann-Bettina

    • hoi ann-bettina – danke für dein kommentar. natürlich kann man den roi noch anders berechnen – aber darum gings mir hier nicht. sondern um die definition von erfolgreich für einen blog basierend auf die unique user. natürlich könnte man auch leads oder sells als roi definieren- aber die meisten blogs sind kein verkaufskanal sondern infokanal. und blogs die überall reinschreiben, wie geil und gut ihr produkt ist – sind keine blogs sondern aufgeblasene möchtegern webseiten, die mehr die user vertreiben als sie anzulocken – meine meinung natürlich 🙂

  • Bei Blogs, die Dienstleistungen oder Produkte anbieten, find ich pesönlich die wiederkehrenden Besucher viel relevanter. Ich möchte ja, dass die Leser Kunden werden und immer wieder bei mir kaufen. Für Content-Blogs könnten das ganz gut Zahlen sein.
    Viele Grüße
    Laura

    • naja für seiten die dienstleistungen oder produkte anbieten, wird der erfolg eh am verkauf gemessen. da hast du recht und bei privaten eher an zahlen wir traffic/visits im vergleich zu bloggerkollegen

  • Jeder wünscht sich wohl viele Besucher. Ich stehe aber auch auf dem Standpunkt. Lieber „nur“ 100 aktive Besucher am Tag, von denen auch einige mit diskutieren, als 1000 und es findet keine Diskussion statt. OK, viele Besucher könnten auch die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass jemand kommentiert. „Könnten“. Über immer wiederkehrende Besucher freue ich mir ein Loch in den Bauch.

    • Ja es ist sehr schön, wenn man viele Stammleser hat die man kennt. da entstehen viele interessante diskussionen – da gebe ich dir absolut recht.

  • Ich halte es für sinnlos, Schweizer und Deutsche Blogs in dieser Hinsicht zu unterscheiden. Ich habe bei mir etwa 400 Uniques pro Tag, aber die meisten kommen aus Deutschland. Aber das spielt für mich auch keine Rolle…

    • Hoi Oli, danke für deinen Kommentar. Für einen Wald und Wiesenblogger spielt es in der Tat keine Rolle woher die Leser kommen, hauptsache er hat welche. ABER wenn jemand Werbung auf seinem Blog verkaufen möchte, muss er wissen, woher seine Leser kommen. Den nicht alle Unternehmen zahlen für Werbung ausserhalb ihres eigentlichen Konsumkreises…
      Wie ich ja bei mir oben als Beispiel geschrieben habe, ich hatte im Mai 2014 doppelt so viele D Besucher als CH – aber das pendelt sich jetzt ein paar Monate langsam ein.

      Wenn man ein vergleich zwischen CH und D Blogs ziehen möchte, muss man auch wissen woher die Leser kommen. immerhin hat D 80 Mio einwohner und die Schweiz nur 8… Da sind die Verhältnisse also komplett anders 🙂

      trotzdem wünsch ich allen – so wie dir – happy blogging 🙂

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