1. Ein Corporate Blog ist überflüssig.
    Die Geschichte der Menschheit ist nun mehrere Tausend Jahre alt und in dieser Zeit hat man schon Geschäfte gemacht. Überall hört man heute, dass man unbedingt ein Firmenblog starten sollte, aber wie man in der Geschichte der Menschheit sieht, ist das komplett überflüssig. Man kann auch geschäftlich unterwegs sein, ohne einen eigenen Firmenblog führen zu müssen – es ging ja auch vorher ohne.
  2. Ein Corporate Blog braucht Pflege.
    Wer auch immer einen Corporate Blog hat, steht vor einem grossen Problem. Und zwar muss jeder Blog gepflegt werden. Er muss wöchentlich gewartet werden, es müssen Blogbeiträge recherchiert und geschrieben werden, es müssen Kommentare beantwortet werden. Jedes Unternehmen braucht also jemand, der diese Dinge macht und den Corporate Blog pflegt und überwacht.
  3. Ein Corporate Blog kostet Zeit.
    Diese Corporate Blogs kosten viel Zeit, die ein Angestellter besser in produktive Dinge investieren sollte, wie etwa Excel Tabellen für den Vertrieb und das Telefonmarketing abfüllen. Man braucht jede Woche viele Stunden um den Blog zu pflegen und noch mehr Stunden, um Blogbeiträge zu recherchieren und zu schreiben. Viele Unternehmer haben ja auch keine Journalisten in ihrem Team, die das Bloggen für einem übernimmt. Und darum bleibt oft die Aufgabe des Bloggens beim Chef hängen und der hat einfach keine Zeit für solche Spielereien.
  4. Ein Corporate Blog kostet viel Geld.
    Um einen guten Corporate Blog zu betreiben, braucht man einen Journalisten und die kosten viel Geld. Jeder, der nicht perfekt in der Marketing Sprache ausgebildet ist, ist bei einem Blog total überflüssig und schadet sogar dem Unternehmen. Und solche guten Schreiber kosten mindestens 6’000 CHF pro Monat und dieses Geld ist nicht das Einzige, das ein Unternehmen mit einem Blog aus dem Fenster wirft. Auch muss ein Blog auf einem Server gehostet werden und braucht vielleicht eine Domain. Dann braucht ein Blog auch Software für den Betrieb und das Tracking. Das alles kostet noch mal 10’000 CHF im Monat. Wer also ein Firmenblog haben möchte, braucht ein mindestens 25’000 CHF grosses monatliche Budget.
  5. Ein Corporate Blog ist gefährlich und schadet dem Unternehmen.
    Ein Firmenblog kann einen Shitstorm erzeugen und das ist sehr gefährlich. Erzählt man etwas über sein Unternehmen oder über das Produkte, dann gibt es sicher Kunden, die den Blogbeitrag gelesen haben und ihre Reklamationen oder Kritiken im Blog deponieren. Und somit schadet ein Firmenblog direkt dem Unternehmen, denn ein Kunde soll nur die Produkte und Dienstleistungen bezahlen aber sich sicher nicht öffentlich darüber äussern können.
  6. Mit einem Corporate Blog verdient man kein Geld.
    Ein Firmenblog kostet also nicht nur viel Zeit, sondern man verdient auch kein Geld damit. Ein Mitarbeiter, der ein Blog betreut oder ein Blogbeitrag schreibt, kann kein Produkt herstellen oder einen neuen Kunden gewinnen. Auch kann man auf einem Blog kein Produkt verkaufen – sonst müsste man einen Online Shop machen. Man bezahlt also viel Geld für einen Blog aber verdienen tut man daran überhaupt nichts. Wie jeder anständige BWL’er wissen sollte, etwas das nur Geld kostet man aber daran nichts Direktes verdient, ist überflüssig und schadet dem Unternehmen.
  7. Man wird von Kunden darauf angesprochen.
    Ein Corporate Blog ist ja öffentlichen und wird vielleicht gelesen. Aus diesem Grund kann es vorkommen, dass ein Kunde die Mitarbeiter auf den Blogbeitrag ansprechen. Damit könnten sich die Mitarbeiter aber blamieren, wenn sie nicht jeden Blogbeitrag lesen und dann von einem Kunden auf etwas angesprochen werden, von dem Sie nichts wissen.
  8. Man könnte neue Kunden gewinnen.
    In diesen goldenen Unternehmenszeiten ist ein Kunde nur ein Störfaktor und nicht wirklich erwünscht. Jedes Unternehmen ist besser ohne Kunde daran. Ein Kunde zahlt wenig Geld, man muss ihn aber mit Geld bei Laune halten. Dazu braucht man Marketing und PR, was wieder Geld kostet.
  9. Ein Corporate Blog ist doch nur Show.
    Ein Firmenblog ist doch eh nur Show. Denn man darf auf keinen Fall von seinen Mitarbeitern erzählen, da diese Leute nur Angestellte sind und kein Teil der Firma. Man darf aber auch nicht über die Produkte erzählen, weil sonst andere Konkurrenten das Produkt kopieren könnten und man damit wieder Geld und Kunden verliert. Auch darf man nicht über eigene Events oder gesponsorte Events schreiben, weil man damit ja nur wieder andere Unternehmen und Firmen promotet.
  10. Wer ein Corporate Blog betreibt, muss sich mit dem Internet auseinandersetzen.
    Viele Jahrtausende lang hat man das Internet nicht gekannt und da konnte man auch schon Geschäften. Jetzt ist aber dieses Internet da, aber ein Unternehmen braucht das nicht wirklich. Ein Unternehmen hat Telefone, um mit Kunden und Zulieferern kontakt zu halten, und braucht das Internet nicht und im Notfall gibt es noch das Fax. Wer ein Corporate Blog führt muss auch eine Corporate Webseite führen und Pflegen und damit braucht man wieder eine ganze Abteilung die sich nur um so unproduktive Dinge wie SEO, Content und Technik kümmern muss. Das ist ein Kostenfaktor, den man lieber vermeiden sollte, da man sonst weniger verdient.
  11. Das sind jetzt also die wichtigsten 10 Gründe, warum ein Unternehmen auf keinen Fall sich mit Corporate Blogs beschäftigen sollte. Wenn man diese 10 Gründe in einen Hauptgrund runterrechnen möchte, ist es ganz klar. Ein Firmenblog kostet Zeit und Geld, man verdient aber damit nichts.

    Fazit:

    Darum und genau aus diesem Grund würd ich NIE NIE mit einem Corporate Blog anfangen. Jeder Unternehmer der es eigentlich trotzdem macht, geht ein grosses finanzielles und marketingtechnisches Risiko ein. Er verlocht Geld, und verdient nichts daran. Ein Firmenblog ist also ganz eindeutig ein unternehmenstechnischer Blödsinn !! FINGER WEG !

Über

Eric-Oliver Mächler

Seit 2005 bin ich ein aktiver Blogger. Ich kenne die Kniffe und die Tricks um einen Blog erfolgreich zu machen. Hier gebe ich diese kleinen Tricks gerne weiter und freue mich, wenn ich euch helfen kann. Hier erfährt man mehr über mich.

10 Kommentare

  • Schöner Beitrag, aber wie immer geht es nur wieder um Zeit und Geld. Du hast die Reputation vergessen, die man sich durch ein gut geführtes Blog aufbauen kann. Die schadet natürlich auch ganz extrem dem Business. Nachher kommen unter Umständen noch mehr Kunden vorbei, die teuer bespaßt werden müssen.
    Uns allen eine ruhige Woche ohne Kunden… ☺

    • ok ein punkt reputation habe ich wirklich nicht gemacht, weil ich dachte unter punkt 7 und 5 sei das schon indirekt enthalten.

      Ich wünsch dir auch eine schöne kurze Woche – wir hier in der Eidgenossenschaft haben mal wieder nur eine 4 Tage-Woche und ein LAAAANGES WE 🙂

    • 😛 sowas nennt man satirische texte oder wie ich es gerne definiere – als negative motivation 😛 funktioniert perfekt – dieser und der beitragskollege wurden im letzten monat oft gelesen

    • wissen weitergeben? sowas tut man doch eh nicht, da verdient man nichts. immer schön zuerst an die kohle denken und erst dann an den blog und die leser – ja das ist wohl klar < / satire off >

  • Ein weiterer, oft unterschätzter negativer Effekt von Corporate Blogs: Diese können zusätzlichen Traffic auf der Website generieren, z.B. via Suchmaschinen oder so. Das kann die Server Auslastung arg strapazieren. Im schlimmsten Fall muss dann beim Server nachgerüstet werden – ganz übel!

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