blogger-kuessenHeute möchte ich mal alle da draussen warnen, egal ob es Männlein oder Weiblein, datet auf keinen Fall einen Blogger. Ich warn euch jetzt, weil dies garantiert schlimm enden wird. Denn sowas wird euer Leben komplett auf den Kopf stellen.

Habt ihr euch schon mal überlegt, wie so ein typischer Blogger ist, wie er tickt und was so in seinem Kopf abläuft? Nicht? Dann wird es jetzt aber echt Zeit.

Ablauf eines Bloggertags

Schauen wir uns doch mal so ein typischer Blogger auf. Wenn er nämlich aufsteht, dann ist sein erster Handgriff und Gedanke nicht die Freundin oder der Freund, sondern sein Handy. Er muss natürlich dann sofort checken ob neue Kommentare bei seinen letzten Blogbeiträge eingegangen sind. Wenn es welche gab, steht er mit einem lächeln auf, wenn nicht, wird er ziemlich übellaunig aufstehen.

Hat er diese Hürde mal überwunden und ist er ins Bad getrottet ist, wird er sich mit der twitternden Waage und der facebook-elnden Zahnbürste beschäftigen und der Rot-Grün-Blauer leuchtender Wasserstrahl wird ihn langsam aufwecken. Frisch geduscht wird er dann in die Küche schlurfen um sich dort eine Tasse bengalisch-solmalisch-indischer Kaffee einschenken, den er natürlich als Testprodukt bekommen hat. Dann macht er sich mal die ersten Gedanken über den neuen Tag, sein Kaffee und was er dazu schreiben soll. Er klemmt sich dann sein neueste drahtloses, tourchscreen Gadget auf die Knie und tippt seinen 1. Blogbeitrag über den Kaffee.

Danach merkt er dass er fast den Arbeitsbeginn verpasst hat. Also schreibt er dem Kunde eine Facebooknachricht und geht sich anziehen. Eine Bloggerin hat hier aber dann noch ein anderes Problem, denn ein Blogger nicht hat. Aber sie weiss sich natürlich auf ihre Art und Weise zu helfen. Sie weiss nämlich nicht, was sie anziehen soll und macht darum verschiedene Fotos ihrer Kleiderkombinationen, stellt sie auf ihren Blog inkls einer kleinen Quick-Umfrage. Nach 5min, hat sie ihre Antwort und weiss nun was anziehen.

Egal ob Blogger oder Bloggerin, beiden gehen dann einer echten Arbeit nach. Sie sind ja keine faulen Journalisten oder Hipster.

foodpornAm Mittag oder am Abend wenn endlich Zeit fürs Essen haben, und sich irgendwo treffen, müssen sie natürlich zuerst die Menukarte auf Instagram veröffentlichen, bevor sie ein Menu auswählen können. Und wenn das Essen mal serviert wird, müssen sie dieses natürlich auf ihrem Tumblr-Foodporn Blog posten.

Egal ob ein Blogger Abends noch weg geht oder nicht, Twitter, Facebook werden ihn immer begleiten und sein Natel ist immer in Herz und Griffnähe. Regelmässig wird er auch über seinen ganzen Tag berichten und selbst wenn er ins Bett geht sagt seiner Timeline noch gute Nacht.

Ihr seht also so ein echter Blogger ist eigentlich ein total selbstverliebter und ICH-bezogener Narzisst. Sein Leben ist ein komplett offenes Buch und er erwartet natürlich auch von seiner Umgebung, dass man ihn darin unterstützt. Sein ganzes Leben dokumentiert er komplett, zur Freude aller Geheimdienste.

Die Anti-Blogger

Der natürliche Feind eines Blogger ist der Journalist. Ein Journalist ist nämlich total neidisch auf den freien Blogger. Immerhin darf ein Blogger schreiben was er will und möchte, ein Journalist aber muss Papi Chefredaktor und Mami Verlegerin fragen ob er das schreiben darf. Meistens sagen diese dann auch NEIN – weil zu brutal oder ehrlich für die Leser. Ein Blogger freut sich über jeden Kommentar, ein Journalist hasst Kommentare. Denn Kommentare widerspiegeln die Meinung der Leser und für ein Blogger ist das wie eine Belohnung. Für einen Journalisten aber, der von seinem Mami und Papi den Befehl bekommen hat, den Himmel grün zu schreiben, wird mit den Leserkommentare merken, dass er einen totalen Bockmist hat schreiben müssen und die Leser nicht einverstanden sind. Kommentare sind also für Journalisten pures Gift, denn sie zerstören sein Luftschloss in dem er lebt.
Auch weiss der Blogger genau wie viele Leser er hat und wie oft sein Blog angeklickt wurde, ein Journalist lebt in einer Traumwelt, denn er bekommt die Zahlen nur von seinen Herrchen und Frauchen geliefert und dass sind dann meistens nur die Auflagszahlen. Darum hat ein Journalist überhaupt keine Ahnung, wie oft sein Artikel gelesen wird. Aber ein Journalist kann auch froh darüber sein, denn sobald einzelne Artikel von ihm bewertbar werden, wird er wohl nach den erzielten Likes bezahlt und nicht mehr im Monatslohn.

Und weil ein Journalist die freien Blogger so hasst, hat er ein neues künstliches Wesen geschaffen und er versucht damit die Blogger lächerlich zu machen. Dieses Wesen heisst Hipster geschaffen. Ein Hipster ist ja laut Wiki „Hipster ist ein im frühen 21. Jahrhundert in den Medien verbreiteter, zumeist etwas spöttisch gebrauchter Name für eine Subkultur, deren Angehörige ihrem Szenebewusstsein – bei Gleichgültigkeit dem Mainstream gegenüber – ignorant bis extravagant Ausdruck verleihen.“

Aber ein Blogger ist kein Hipster sondern er gehört keiner Gruppe an. Ein Blogger kann ein einfacher Angestellter sein, wie auch ein Künstler oder ein Polizist. Ihr wisst es vielleicht selbst nicht, aber selbst euer Hausarzt könnte ein Blogger sein. Eines ist aber klar, Politiker können keine Blogger sind, die schreiben nur manipuliatives Zeug um die Masse und ihre Stimmen zu gewinne. Sowas würde ein Blogger NIE machen, er steht zu seiner Meinung. Man erkennt also ein typischen Blogger nicht am aussehen oder seiner Art zu sprechen oder zu essen. Also ist er ganz eindeutig kein Hipster – die jedem von den journalistisch geschriebenen Trend hinterher hecheln und nach machen.

Ein Blogger ist zwar ein typischer Narzisst, aber er hat auch einen starken Willen und Charakter. Er befiehlt, was in seinem Blog reinkommt und was nicht und er lässt sich nicht zwingen etwas zu schreiben was er nicht will.
Aber die Blogger sind auch Menschen, darum gibt es Mitglieder dieser Spezies, die sich auch verführen lassen und manipulieren lassen und darum schreiben was andere wollen. Diese Willenschwachen werden aber von den anderen Bloggern und auch Lesern schnell erkannt und ausgeschlossen. Und wenn der Blog eines Bloggers keine Leser mehr hat, oder keine Kommentare mehr generiert, dann verkümmert er wie eine Pflanze ohne Wasser und stirbt. Ein solch gestorbener Blogger ist dann ein Normalo, der sein Leben in der Masse lebt, liebt und stirbt.

Fazit:

Wer also einen Blogger datet, muss auch einen starken Willen haben. Er oder sie muss akzeptieren, dass sie immer nur hinter dem Blog stehen, aber nicht weit dahinter. Der oder die Partner/in muss aber auch wissen, dass sie irgendwann selbst im Blog stehen wird. Selbst das Kind, dass aus so einer Verbindung entsteht, wird als Babyblogger Gastbeiträge im Blog schreiben. So schliesst sich der Kreis wieder.

Wer sich dies bewusst ist, wird in einem Blogger einen liebevollen Partner finden. Denn ein Blogger ist ein Menschenfreund und nicht langweilig.

Und wer das nicht will – dem sag ich jetzt klar und deutlich – FINGER WEG VON EINEM BLOGGER/IN…

Über

Eric-Oliver Mächler

Seit 2005 bin ich ein aktiver Blogger. Ich kenne die Kniffe und die Tricks um einen Blog erfolgreich zu machen. Hier gebe ich diese kleinen Tricks gerne weiter und freue mich, wenn ich euch helfen kann. Hier erfährt man mehr über mich.

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