Das die meisten Journalisten keine Freunde von Blogger sein können, darüber habe ich ja schon öfters geschrieben. Diese Menschenkaste hat es noch nicht herausgefunden, dass Blogger keine Bedrohung sondern eine logische Weiterentwicklung der (ja!) Journalisten sind. Und wie immer wenn Neues auf Altes trifft, geht bei den Alten der Beissreflex los. So war es bei der Erfindung der Dampflokomotive wo gesagt wurde, dass der Mensch Geschwindigkeiten die Schneller als ein Pferdegalopp sind nicht überleben kann – weil er dann nicht mehr atmen kann., bis zur Erfindung des TV (zuviel TV schauen gibt Viereckige Augen).

Unsinnige Verbote bei neuen Entwicklungen sind darum all zu oft die Folge. Uber hat da in Deutschland gerade zu kämpfen und wie ich hörte wurde es jetzt sogar deutschlandweit Verboten.

Aber können Verbote, Regeln oder Ängste wirklich Neuerungen verhindern?

NEIN, und doch ist dieser Konflikt – altes, bekanntes vs neues, unbekanntes – sehr Alt und wird uns Menschen wohl immer begleiten.

Vor nicht all zu langer Zeit wurde dieser Chefblogger Blog von einem klassischen Werber ins Visier genommen. So sagte der Typ, dass Blogs total überflüssig sind und nur professionelle Werber dürfen über Social Media und Schreiben schreiben. Immerhin hätte er eine jahrelange Ausbildung gemacht und wäre kein Amateur wie ich.

Ich persönlich fand diese Reaktion dieses Werbers ziemlich lustig. In Tat und Wahrheit, musste ich sogar ziemlich laut lachen. Aber warum musste ich hier lachen? Das ist ganz einfach. Hier sah man wie das Alte (klassische Werber) was gegen das neue – die Blogger hatte. Alles was der Alte macht ist gut und super und was die Blogger (hier ich) tun ist total daneben und gefährlich.

Ich habe mir dann mal die Webseite des Werbers angeschaut und was fand ich? Ich sags mal neutral, ein Blogger würde sich in Grund und Boden schämen wenn er so einen Internetauftritt hat wie dieser Werber da.

Zuerst einmal beginnt es damit, dass seine Webseite ein Standarddesign von WordPress aktiv hat – nämlich twenty twelve. Dann hat er überall Kinderzeichnungen hingeklebt, die er auf einem Whiteboard gezeichnet und mit einer schlechten Kamera abfotografiert hat. Und dann hat er mehr „heftig“ Titel ohne Inhalt als der Blick oder die Bild Zeitung. Und das beste, in allen Social Media Kanäle die er tätig ist, missbraucht er nur als Linkschleudern…

Man kann also wirklich sagen, er hat fast keine Fettnäpfchen ausgelassen in die man treten kann.

Und nun kommen wir zum eigentlichen Problem der Sache.

Das Alte ist in seinem Wissen und Bestreben total festgefahren und macht seit Jahrzehnte immer das Gleiche.

Ein Werber muss ja nichts über Design wissen, eine Zeitungsanzeige ist ja mehr Text als was anderes. Und wenn man mal ein Bild oder ein Symbol gezeichnet haben möchte, kann der Werber ja noch ein Zeichner bezahlen. Oder er nimmt das Foto eines Fotografen. Das reicht natürlich heute überhaupt nicht mehr aus. Ein Blogger muss sich mit einem Zeichenprogramm auskennen, er muss seinem Blog ein anständiges Design verpassen, weil sonst der Leser abwandert. Auch müssen seine Symbolbilder einzigartig sein, oder viel Geld bezahlen.

Früher hat man eine Werbekampagne mit der Masse definiert. Je öfters ein Plakat ausgehängt wurde, desto besser und teurer die Kampagne. Heute aber erreicht ein Blog mehr Leser als ein Plakat. Ein Blogger weiss wo er seine Links positionieren muss und wen er auf seinen Blog aufmerksam machen muss, damit er bekannt wird. Massenverteilung ist hier nicht mehr die Lösung

Social Media ist für einen Blogger nicht nur Monolog sondern Dialog, hier findet er Kontakt mit anderen Bloggern mit Lesern oder er findet auch Stoff für neue Beiträge. Ein Werber sieht hier nur, dass man mit 1 falschen Tweet die Masse gegen sich aufbringen kann. Darum lassen viele Leute die Finger von Facebook, Twitter & Co.

Ich könnte hier noch viele andere negative Beispiele bringen, aber ich glaube dass ihr mit meinen 3 Beispielen sehen könnt, was ich meine.

Fazit: Klassische Werber haben Panik, wie viele andere Berufszweige

Der klassicher Werber, wie auch der Journalist haben nicht nur Angst vor den Bloggern sondern sind total in Panik. Ein Blogger stellt die Welt vieler Berufe auf den Kopf, alte Regeln gelten auf einmal nicht mehr und es gibt auf einmal keine Bücher mehr mit Jahrhundertalten Regeln, sondern alles muss man ausprobieren – eine Garantie für Erfolg gibts heute weniger als früher.

Also wenn mal wieder ein Journalist, ein Werber oder ein Schreiberling sich über euch Blogger aufregt, dann nehmt es ruhig locker. Lasst euch nicht vom Bloggen abhalten und macht weiter. Wenn das Alte sich nicht ans Neue anpasst, wird es eh bald verschwinden.

Die Regeln von Darwin gelten nämlich nicht nur bei den Tieren sondern auch unter den Menschen.

Über

Eric-Oliver Mächler

Seit 2005 bin ich ein aktiver Blogger. Ich kenne die Kniffe und die Tricks um einen Blog erfolgreich zu machen. Hier gebe ich diese kleinen Tricks gerne weiter und freue mich, wenn ich euch helfen kann. Hier erfährt man mehr über mich.

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