Als Blogger erlebt man immer wieder Dinge die sehr lustig sind und manchmal auch wieder Stoff liefern für einen neuen Blogbeitrag. So habe ich heute morgen einen Blogbeitrag geschrieben, wo aufgezeigt wurde, wie manipulativ die Medien sind. Die schöne Auflistung habe ich dafür von der Medienwoche kopiert und selbst aufbereitet. Natürlich habe ich wie man das so macht, den Artikel verlinkt und mit Name erwähnt. Dachte das sei alles gar kein Problem.

Was ich nicht wusste war, dass die Medienwoche die noch grösseren Moralwächter und Heuchler sind, als der Konzern der gerade von Ihnen kritisiert wurde. Sie haben in diesem Beitrag den Blick zerpflückt weil er 100 Stutz den Studenten geboten hat damit sie ein spezielles manipuliertes Bild produzieren. Dabei aber sind diese Medienwoche Leute noch heuchlerischer als der von Ihnen kritisierten Konzerne.

Bevor ich den Beitrag heute morgen freigeschalten habe, habe ich darüber getwittert und die Medienwoche hat darauf reagiert

Medienwoche, die Moralwächter und Heuchler - Finger Weg !

Als sie dann hörten welcher Blogbeitrag gemeint war, haben sie mir noch was interessantes mitgeteilt. Und zwar wo die Rechte am Text liegen.

Medienwoche, die Moralwächter und Heuchler - Finger Weg !

Ich habe den Autor darum noch extra im Text erwähnt – dachte so sei es sogar noch doppelt abgesichert. Aber da habe ich mich geirrt.

So ne Halbe bis eine Stunde nach der veröffentlichung habe ich ein bösen Tweet erhalten:

Medienwoche, die Moralwächter und Heuchler - Finger Weg !

Und kurze Zeit später trudelte auch eine böse Motzmail von der Medienwoche bei mir ein

Medienwoche, die Moralwächter und Heuchler - Finger Weg !

Ich sass da gerade im Zug und hab so laut gelacht, dass die anderen Zugsreisende mich ganz verstört angeschaut haben. Soso, da fordert man von mir, dass ich einen Beitrag lösche weil es sonst eine Rechnung gibt.

Natürlich habe ich den Beitrag nicht gelöscht, sondern einfach zensiert.

Nun muss man sich schon die Frage stellen, warum dieser Wald und Wiesenblog Medienwoche so reagiert. Da lobt man einen Beitrag und schon drehen die durch. Leiden die Journalisten bei dieser Firma vielleicht unter Link-o-phobie? Keine Ahnung. Was mich besonders wundert ist, dass mir die Firma eine Rechnung stellen möchte, wenn doch laut ihrem Tweet die Rechte am Text bei diesem Ronnie Grob liegt? Versucht man hier wohl abzuzocken?

Dieses „Das digitale Medienmagazin“ (so nennen sie sich) haben übrigens ein lustiges Leitbild ausgesucht

Die MEDIENWOCHE ist ein digitales Medienmagazin. Die unabhängige Redaktion verfolgt die Entwicklungen in der Medienwelt, widmet sich ihren Ereignissen und ordnet sie ein. Die MEDIENWOCHE ist kein weiterer täglicher Newsdienst. Das Redaktionsteam setzt sich vertieft in Hintergrundberichten, Analysen, Interviews und Meinungsbeiträgen mit der Materie auseinander und verfolgt auch internationale Trends, die für die Schweizer Medienlandschaft relevant sind.

Die Beiträge der MEDIENWOCHE sollen zum Diskurs anregen und Debatten auslösen – aber bloss nicht im Elfenbeinturm! Deshalb: Leserinnen und Leser sind herzlich eingeladen, sich einzubringen und an den Diskussionen mit Kommentaren oder auf Facebook unmittelbar teilzunehmen.

Also nichts recherchieren sondern einfach die Fehler vom zB Blick auflisten ist also laut Medienwoche „vertiefter Hintergrundbericht“. Und wenn doch ein Diskurs angeregt werden sollte, warum leiden die dann unter Link-o-phobie??

Also ist das was sie da sagen nur warme Luft und Niveaumässig etwa dort wo der Blick aufhört.

Text Urheberrecht

Ich weiss ich sehe die Leute von der Medienwoche schon mit schnappatmung was von Urheberrecht daherbrabbeln. Darum zeige ich euch gleich mal die 4 Arten vom Urheberrecht von Texten (Schweiz). Und zwar hat der bekannte IT Anwalt Martin Steiger da mal einen schönen Beitrag geschrieben:

1. Werke der Literatur und Kunst: Geschützt sind nicht nur schöngeistige Werke von anerkannt hoher Qualität, sondern unter anderem auch alle Arten von Texten (Sprachwerke), Musik (akustische Werke), Bilder und Fotos (visuelle oder audiovisuelle Werke) und Computerprogramme. Ebenfalls geschützt sind Titel, Entwürfe und Teile von Werken. Der Schutz besteht unabhängig von Kosten, Preis, Aufwand und Zweck für ein Werk.

2. Kein Urheberrechtsschutz: Nicht geschützte Werke sind unter anderem Ideen – nur deren Umsetzung geniesst Schutz –, Werke mit abgelaufener Schutzfrist – spätestens 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers beziehungsweise des letzten beteiligten Miturhebers –, und amtliche Erlasse wie Gesetze und Verordnungen. Werke unter freien Lizenzen wie beispielsweise jenen von Creative Commons sind urheberrechtlich geschützt, doch erlauben die Urheber die weitgehend freie Verwendung unter bestimmten Voraussetzungen.

3. Geistige Schöpfung: Das Werk muss von einem oder mehreren Menschen geschaffen worden sein, das heisst das Ergebnis einer menschlichen Tätigkeit darstellen. Die Ergebnisse automatischer Prozesse ohne bestimmendes menschliches Gestalten sind nicht geschützt, wobei die Verwendung von Software zur Erstellung urheberrechtlichen Schutz nicht ausschliesst.

4. Individueller Charakter: Das Werk muss über eine gewisse Individualität und Originalität verfügen und sich ausreichend von anderen Werken unterscheiden. Diese Unterscheidung erfolgt insbesondere durch charakteristische und einzigartige Merkmale erfolgen. Das Werk muss sich im Vergleich mit bereits bestehenden Werken ähnlicher Art deutlich abheben.

Schaut man sich also den Blogbeitrag an den ich heute morgen verwendet habe, ist das ein einfaches Protokoll. Sie haben nichts dazugeschrieben oder erläutert, sondern einfach eine Liste gemacht. Also nichts von Geistiger Schöpfung, Individueller Charakter oder Kunst.

Was lernen wir daraus

Was kann ich nun aus dieser ganzen Story heute lernen? Es gibt Leute die eine Link-o-phobie haben. Es gibt die Medienwoche die rumheuchelt und mit der Moralkeule rumfuchtelt, aber dabei die gleichen Fehler macht wie diejenigen die sie kritisiert. Und was für mich noch am wichtigsten ist, Medienwoche ist nur ein weitere Wald und Wiesen Blog der Quersubentioniert wird, der auf anderen rumtrampelt und dabei selbst der Bodensatz der Journalistischen Gesellschaft ist.

Jänu – vielleicht lernen sie aus der Story ja auch noch was.

Auf alle Fälle bedanke ich mich recht herzlich bei den Leuten der Medienwoche für diese Geschichte. Ich werde jetzt dafür sorgen, dass dieser Blogbeitrag top gerankt wird (dank SEO) und nie wieder vergessen wird !

Über

Eric-Oliver Mächler

Seit 2005 bin ich ein aktiver Blogger. Ich kenne die Kniffe und die Tricks um einen Blog erfolgreich zu machen. Hier gebe ich diese kleinen Tricks gerne weiter und freue mich, wenn ich euch helfen kann. Hier erfährt man mehr über mich.

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