Mel eine Foodbloggerin hat letzte Woche eine Diskussion angestossen die die Blogosphäre ziemlich durchgerüttelt hat. Und zwar hat sie eine Liste gemacht, bei der man sehen kann, wieviel Geld sie pro Monat ausgibt für ihren Blog. Sie hat da mit dem deutschen Sklaven-, äh Mindestlohn gerechnet und kommt trotzdem auf stolze 1300€ kosten pro Monat für ihren Blog.

Auf ihren Blogpost hat sich daraufhin eine sehr interessante Diskussion entfacht. Die einen finden sie spinnt, die andere geben ihr recht. Als ich vom Thema gehört habe, habe ich nur etwas dazu gewittert und zwar.

Die NewCouch hat diesen Tweet sogar verwendet bei seinem Blogbeitrag (siehe weiter unten).

Ich persönlich bin über diese Diskussion entsetzt. Es gibt anscheinend viele Leute, die auf Bloggern sogar neidisch auf den Dreck unter ihren Fingernägel sind und es nicht verstehen können, dass das Leben nun mal kein Ponyhof ist.

Ich habe in der letzten Woche mal viele Blogreaktionen gesammelt und liste sie hier nun auf mit einer kleinen Zusammenfassung. Hier seht ihr schön, wie geteilt die Meinung über den Blogbeitrag von der Mel auf Gourmetguerilla ist. Egal was man davon hält, etwas hat die Mel erreicht – ihre Statistiken sind in der letzten Woche sicher durch die Decke gegangen. Glückwunsch dazu!

So ich wünsche euch jetzt viel Spass beim stöbern auf anderen Blogs (und kommt wieder zurück klar – sonst werde ich auch Neidisch *ggg*)

Hier nun die Liste der Blogger und ihre Reaktionen:

Henning Uhle

Ich fang mal mit einem Blogger an den ich kenne und dort auch schon kommentiert habe. Henning sagt, dass er mit seinem Blog sich keine goldene Nase verdient. Er aber immer wieder gerne Geld nimmt, weil er so ein Teil seiner Kosten decken kann.

Blog: Dondahlmann

Findet die Liste teilweilse hanebüchend, und er hat 3 Ratschläge für Blogger aufgelistet, die Blogger umsetzen sollten wenn sie von ihrem Blog leben wollen. Er hat auch einen genialen Schlussatz genommen: Hör auf zu jammern und zu rechnen. Wenn du das machst, nimm lieber eine Festanstellung.

Der Shopblogger

Der Shopblogger kontert die Rechnung der Mel mit seiner Eigenen. Und zwar summieren sich seine Kosten pro Monat auf „brutale“ 0€ pro Monat – denn es macht ihm Spass und das ist es ihm Wert

POP64

Hier amüsiert sich der Blogger über diese lustige Milchmädchenrechnung, die totaler Stuss ist. Er denkt, dass die Meld die Liste nur asl Witz gemacht hat und es nicht ernst gemeint hat, sondern sie möchte damit Aufmerksamkeit erzeugen.

NewsCouch

Für ihn ist die Liste absurd, denn das Bloggen der Mel sei kein Hobby mehr sondern knallharter Kapitalismus.
Er selbst denkt, dass man ein Blog nicht wegem Geld führt sondern aus purer Leidenschaft.

p.s Hier wurde ich sogar namentlich mehrmals erwähnt 😛

Heldenwetter

Bei dieser ganzen Diskussion sind ihre Worte wohl die schönsten. Sie findet: „der Blog frisst viel Zeit, zeit, die ich auch mit endlos ausschlafen, Computer spielen oder feiern verbringen könnte. Aber ich tus nicht. Weil mir das Bloggen so viel Spass macht und inzwischen irgendwie zu mir gehört.„. Schön gesagt!

BlogProjekt

Peer trennt die Kosten eines Hobby und eines Profibloggers. Er zeigt schön auf, dass die Spanne dabei sehr gross sein kann.

Stich & Faden

Die Blogger findet, dass die Aussage „Schau her, dass geb ich alles für dich aus, sei gefälligst dankbar„, ziemlich daneben ist. Für sie ist ein Blog eine Win-Win Beziehung.

Doktors Blog

Der Doktor findet, ziemlich hart ausgedrückt, dass die Kochmutti Blödsinn verzapft. Ein herrlich direkt geschriebener Blogbeitrag zu diesem Thema

Tinted Ivory

Findet die Diskussion spannend und sagt, dass man den Wert von Worte in Geld umrechnen darf. Auch sagt sie sehr schön „Die Grösse der Anerkennung und des Geistes ist gratis aber nie umsonst“

Mama Notes

Sie denkt, dass jede/r Blogger/in, die sich die Mühe macht gute Texte zu schreiben, es eigentlich auch verdient hat, angemessen bezahlt zu werden. Und zwar nicht nur so, dass die Kosten gedeckt sind sondern noch was als Belohnung herausspringt.

Ditomag

Auch auch auf den Blogbeitrag verlinkt.

A Tale of Bones and Bacon

Die Anna beginnt mit einem sehr schönen Beispiel wie verrückt die ganze Aufregung ist, wenn Blogger Geld verdienen wollen. Am Ende der lustigen Geschichte sagt sie treffend „Ja, Blogger sind ein seltsames Völkchen“

Design your Blog Business

Die Bloggerin sagt hier, dass die Umsonst-Mentalität einiger Leser und vor allem die Selbstverständlichkeit, mit der grundsätzlich konsumiert wird, verursacht eine Schieflage in den Wertvorstellungen über die Leistung von Menschen…

Lead-Digital

Auch hier war der Blogbeitrag von der Mel ein Thema.

Honigtropfen

Hat seine eigene Kostenliste gemacht und kommt auf einen sehr viel kleineren Beitrag. Aber wie er in einem Nachtrag festhält sind das seine Kosten und sollte nicht als Korrektur zur Mel’s Liste zu verstehen

Inselblog

Zur ganzen Diskussion sagt Sven sehr treffend „Kann man machen„. Ihm sind die Kosten egal, weil er aus reinem Spass bloggt.

Social-Secrets

Daniel fragt in einem sehr ironisch-direkten Ton, warum das Leben nicht gratis ist. Auch fragt er sich, ob wir hier in Europa schon so weit sind, dass wir uns rechtfertigen müssen, wenn Blogger Geld verdienen wollen?

Naanoo

Er findet es schön, dass die Mel eine nüchterne Analyse gemacht hat, hat er dies auch mal gemacht und dabei festgestellt, dass sich das Bloggen finanziell nicht lohnt.

Piri Uncensored

Unter dem Titel Bloggen ist kein Hobby mehr hat sie ein paar Links gesetzt

Schweizer Gadgetblogger Pokipsie

Der Schweizer Gadgetblogger Pokipsie hat natürlich auch darauf seine Meinung geäussert. Und zwar denkt er, dass jeder Blogger doch das machen soll was ihm Spass macht. Und wems einem Leser nicht passt, dass „Sponsored Posts“ darin auftauchen, soll er die Seite nicht mehr lesen