Heute möchte ich mal meinen Fokus auf die Hater legen. Viele Leute und Firmen die sich im Internet bewegen haben Angst vor dieser speziellen Spezie. Viele mögen es nicht, wenn man über sie lästert oder haben Angst, dass sie so ein negatives Image aufbauen, dass ihnen schaden könnte. Aber sie vergessen dabei leicht, dass ein Hater immer eine Chance und ein Gewinn ist.

Ich gebe es gerne zu, ich liebe meine Hater.

Das Phänomen Hater kenn ich seit der Anfangszeit des Internets. Schon nach meinen ersten Schritten im Internet habe ich ein paar Hater bekommen. Damals im ’95 gab es zwar noch kein Facebook und auch noch kein Blog, dafür gab es da schon Foren und Gruppen wie die YahooGroups, da war mal damals vorallem aktiv. Auch damals konnte man schon sehen, dass es ein grosser Unterschied gibt zwischen dem normalen offline Mensch und dem digitalen Mensch. Leider denken viele Menschen auch heute noch, dass alles Anonym ist und keine Auswirkungen aufs echte Leben hat. Aber meistens schaden die Taten der Hater nur den Hater selbst und nicht das Opfer.

Wie oft habe ich schon gehört, das Produkt xyz Mist ist oder die Person abc ist scheisse. Und dann hat mich die Neugierde gestochen und ich habe selbst nachgeschaut, nachgegooglet, was das Produkt das angeblich Mist ist oder oder was die Person so treibt die scheisse sein soll…. Da bin ich nicht der Einzige. Eine negativer Kommentar oder Meinung macht darum oft mehr Neugierig als das es negative Auswirkungen hat.

Ich habe schon vor über 10 Jahren mir mal die Mühe gemacht und geschaut welches sind echte Freunde und welches sind Hater, diese Liste pflege ich noch heute. Und wer als Hater erkannt wurde, wird von mir ignoriert und hin und wieder gefüttert. Es ist nämlich noch lustig zu sehen, wem ich so ins Hirn eingebrannt bin, dass er sich täglich oder wöchentlich oder monatlich die Zeit nimmt um mich zu hassen. Ja, wer einen anderen Menschen hasst, der verblödet damit viel eigene Energie die der Person dann bei anderen Dingen fehlt.

Jetzt fragen sich sicher viele, warum ich die Hater liebe, wenn die mich hassen? Nun da muss man zuerst mal anschauen wer die Freunde sind. Das sind Menschen die man schon „im Sack“ hat, egal was man tut oder sagt – Freunde werden dir Folgen und haben positive Gefühle dir gegenüber. Diese werden dich ohne zu zögern empfehlen und sind der Grundstein eines Erfolgs. Ich weiss der Begriff Freunde ist ein wenig falsch – aber mir fehlt hier eine bessere Bezeichnung (vielleicht kennt jemand von euch eine bessere?).

Ein Hater aber der versucht dir zu Schaden und merkt nicht, wie dämlich sie sich dabei anstellen und wie sehr sie uns damit unterstützen. Nicht nur sind die Hater, die Leute die immer wieder alles Lesen tun was du schreibst, sondern sie sind auch diejenigen die am meisten Kommentare hinterlassen oder über dich reden. So was erzeugt Aufmerksamkeit von Leute die dich noch nicht kennen. Somit machen Hater für euch gratis Werbung.
Ein anderer positiver Effekt ist, dass ein Hater nur dort ansetzt wo er denkt dass er selbst davon profitieren könnte. Man hat also ein Thema angesprochen, wo der Hater selbst drinn steckt und man eine Gefahr für den Hater selbst ist. Somit sieht man schön wo man auf dem richtigen Weg ist.

Natürlich gibts noch ne 3. Gruppe Hater und das sind die kranken Leute, die durch Drogen oder Alkohol oder ähnliches so geworden sind oder einfach so auf die Welt gekommen ist. Normalerweise hört man von solchen Leute gar nichts im täglichen Leben, weil man sich mit solchen Leute gar nicht umgeben würde. Im Internet aber können sich diese Leute ihre Ziele aussuchen und werden gehört. Aber diese Gruppe ist etwa so nervig wie eine Fliege die hin und wieder um den Kopf fliegt. Und darum geh ich auch nicht weiter auf diese Gruppe von kranken Menschen ein.

Ich habe es jetzt schon öfters erlebt, wie Hater mir indirekt Kunden vermittelt haben. Egal ob in einem Forum oder Facebook oder Twitter, es passiert fast täglich, dass ich Hater anziehe, die über Tweets, Post oder Blogbeiträge herziehen und dann das öffentlich auch so sagen.

Dann hört man Dinge wie:

  • Der Chefblogger ist kein Experte des Bloggens sondern ein schlechter Schreiberling.
  • Eric hat keine Ahnung was er macht.
  • Die Texte des Chefbloggers sind eine Katastrophe und total falsch.
  • Kauft nicht bei Eric ein.

Ich könnte hier noch hunderte von Beispiele aufführen, die man schon über mich gesagt hat. Aber anstatt dass ich mich über solche Text aufrege, schau ich meistens zuerst genau nach, welcher Hater was gesagt hat. So ist es oft so, dass ein Hater nur dann einen Kommentar schreibt wenn er denkt, dass er von seinem Kommentar direkt profitieren kann. Wie oft habe ich schon erlebt, dass jemand sagte – wie lächerlich der Chefblogger Blog oder ich doch sei und dann sah ich, dass derjenige selbst gerne meine Leser hätte oder weil er eine Partnerschaft mit einer Firma eingegangen ist die ähnliche Dienstleistungen anbietet wie ich. Da sieht man schon klar wie ernsthaft so ein Hater-Kommentar ist. Also wenn dich eine Firma aus deiner eigenen Branche kritisiert, weisst du das du für sie eine Gefahr bist. Dann ist das eine Auszeichnung und du kannst weitermachen – hingegen wenn dich ein Kunde öffentlich fertig macht, dann weisst du du hast es „verkackt“. Auch das kann hin und wieder passieren, wir sind alles nur Menschen. Da ist es dann einfach wichtig auf diesen Hater einzugehen und ihm eine Lösung zu präsentieren. Solche Hater kannst du also abholen und umwandeln.

Gott sei dank sind die Hater so blöd und denken, dass sie die anderen Leute dieses Buebetrickli nicht durchschauen

Was mich aber auch immer wieder erstaunt ist, wer ein Hater ist. Das sind Leute die bei echten RL Treffen das Maul nicht aufbekommen, aber im Internet eine grosse Fresse haben. Das sind Leute die Angst haben, weil ich besser bin als sie selbst. Meistens ist es sehr offensichtlich warum ein Hater ein Hater ist. Wie ich schon sagte, ein Hater denkt immer dass er von einem Kommentar direkt oder indirekt profitieren kann. Hater sind selbstsüchtig.

Ich habe es erst heute wieder erlebt. Vor ein paar Tagen schrieben Hater wieder mal was über mich in einer Gruppe auf Facebook. Nicht mal 1 Stunde später hatte ich den ersten Anruf, weil jemand wissen wollte – warum der Hater mich so hasst. So schnell hatte ich schon lange keinen Termin mehr von einem Neukunden und jetzt ein paar Tage später hat er bereits den Vertrag unterzeichnet und ist nun mein Kunde. Ich habe dann mal schüchtern nachgefragt, warum er mich wollte, wo er mich doch nicht kannte. Seine Antwort war interessant – er sagte, dass er beim Hater mal was bestellt hat und dann ziemlich über den Tisch gezogen wurde. Seit diesem Zeitpunkt sei ein Hasskommentar von diesem Hater eine Auszeichnung. Und solch eine Verbindung gibt es immer, man muss sie nur finden.

Aus diesem Grund ist es immer eine Auszeichnung wenn man Hater hat. Da weiss ich dann, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich musste das aber selbst erst lernen. Fragt man 100 Menschen nach ihrer Meinung hat man 100 Meinungen. Nun die intelligenten Menschen, lernen daraus oder ignorieren andere Meinungen, der Rest hat Angst vor einer fremden Meinung und wird zum Hater.

Fazit

Habt keine Angst vor euren Hatern. Es ist nämlich das Zeichen, dass ihr euren Weg gefunden habt und geht ihn ruhig weiter. Man lernt viel aus den Taten der Hater und kann damit selbst sehr viel profitieren. Ich weiss zum Beispiel dann genau, welches Thema gerade auf Interesse stösst und ich noch weiter bearbeiten kann.

Nun gibts viele Firmen die wirklich falsch mit Hater umgehen. Da machen Sie sich schon in die Hose, wenn sie 1 negative Kritik erhalten haben, oder weil jemand was in der Zeitung geschrieben hat. Merkt euch, ein Hater ist eine Chance für euch. Ihr könnt dann aus euren Fehlern lernen (wenn ihr welchen gemacht habt) oder ihr wisst, dass ihr was Richtig gemacht habt.

Aus diesem Grund

Danke liebe Hater, für eure Kommentare und indirekte Empfehlungen.

Über

Eric-Oliver Mächler

Seit 2005 bin ich ein aktiver Blogger. Ich kenne die Kniffe und die Tricks um einen Blog erfolgreich zu machen. Hier gebe ich diese kleinen Tricks gerne weiter und freue mich, wenn ich euch helfen kann. Hier erfährt man mehr über mich.

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