Wie ihr wisst bin ich kein Fan der heutigen Marketing Aktionen der grossen Konzerne. Die sind etwa so innovativ wie eine eingeschlafene Socke und so machen sie dann auch ihre Kampagnen. Als reaktion darauf dürfen wir User dann falsch platzierte Werbebanner, Seitenübergreifende Werbelayer und Pop-Up Dinger ertragen, die weder userfreundlich, hübsch gemacht oder auf die verschiedenen Geräte optimiert sind. Man kann sagen, dass die meisten Konzerne dank schlimmen Kampagnen eigentlich ihr Geld aus dem Fenster werfen und mit Forced-Clicks Aktionen arbeiten.

Aber es geht auch anders.

Die Firma Chicken Treat aus Australien hat hier ein geniales Cross-Channel Content Marketing Kampagnenbeispiel gestartet. Auch wenn das ziemlich nach Buzzwords tönt, es ist wirklich so. Die Fast-Food Kette Chicken Treat ist Teil von Quick Service Restaurant Holding (QSRH) Group und betreibt nach eigener Aussage über 70 Filialen im Westen Australiens. Und die standen vor dem Problem wie man eine hübsche Kampagne machen kann, die auch funktioniert. Herausgekommen ist eine geniale Idee. Denn wenn ihre „Wertvollsten“ Mitarbeiter schon Hühner sind (die wir alle zum fressen gerne haben), warum dann nicht eine Kampagne mit einem Huhn machen?

Genau und herausgekommen ist Betty, das 1. Huhn das Twittert. Darf ich Betty vorstellen:

Sie haben dem Huhn Betty ein Computer in ihr Chicken Tweet HQ reingestellt und lassen das Huhn twittern #ChickenTweet. Das Ziel der Kampagne ist auch sehr ehrgeizig und zwar wollen sie dass Betty ins Guinnessbuch der Welt-Rekorde eingeht und zwar als 1. Huhn das ein englisches Wort twittert (mind 5. Zeichen langes Wort). Das ganze läuft live ab und wird weder zensiert noch verändert und so sieht dann ein Tweet aus

Vor wenigen Tagen ist das nächste Video herausgekommen wo man sieht, wie das Huhn trainiert wurde.

Übrigens die gesamt Kampagne wurde von der RSPCA (Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals) abgesegnet und ist damit aus Tierschutzgründen unbedenklich. Betty hat nämlich auch geregelte Arbeitszeiten – abends wird ihr Computer heruntergefahren 🙂

Die Tweets werden hin und wieder mit einem Bild hinterlegt und dann kommt so was heraus

Fazit

Für uns hier in der Schweiz ist das eigentlich nichts neues. Hat doch die Migros auch ein Huhn mal als Werbeträger eingesetzt – aber das hat nicht wirklich funktioniert. Die Australier haben hier aber wirklich ein geniales Meisterstück hingelegt. Dass die Kampagne funktioniert sieht man auch daran dass bereits über 36’000 Follower dem Account folgen und Betty bei ihren Wörter begleiten.

Diese Kampagne ist ja eigentlich sehr einfach gemacht. Ein Huhn, ein Computer und ein bisschen Beigemüse und fertig ist die Kampagne. Ich find es genial und hoffe dass ein paar Firmen sich von solchen Ideen inspirieren lassen. Aber ich hoffe auch dass Findus jetzt nicht ein Pferd twittern lässt 🙂

Über

Eric-Oliver Mächler

Seit 2005 bin ich ein aktiver Blogger. Ich kenne die Kniffe und die Tricks um einen Blog erfolgreich zu machen. Hier gebe ich diese kleinen Tricks gerne weiter und freue mich, wenn ich euch helfen kann. Hier erfährt man mehr über mich.

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