gastbeitraegeHin und wieder bekomme ich Anfragen von anderen Bloggern, ob ich auf ihren Blog ein Gastbeitrag von mir veröffentlichen möchte, oder ob sie einen Gastbeitrag bei mir auf meinem Blog veröffentlichen dürfen. Das gab es eigentlich schon immer in der Bloggerszene und bisher gab es da auch keine grosse Diskussionen. Das hat sich jetzt aber geändert.

Seit ein paar Wochen lese ich immer öfters wie sogenannte SEO Experten behaupten, dass Gastbeiträge schädlich sind und man darum keine schreiben und einstellen sollte. Bisher dachte ich, dass diese Meinung nur von möchtegern SEO Experten ausgesprochen wird und von solchen Leuten die immer noch glauben dass die Erde flach ist. Aber jetzt reden sogar eigentlich erfahrene Leute davon.

Nun was sind eigentlich Gastbeiträge?

Gastbeiträge sind Beiträge auf Blogs, die von einem fremden Autor geschrieben wurden und meistens mit der Webseite des Autor verlinkt sind. Diese Gastbeiträge werden auch als solche gekennzeichnet. Diese Beiträge sind oft auch anderes aufgebaut und haben ein Bild des Autors eingebettet.
Mit einem Gastbeitrag kann der Autor sein Wissen präsentieren und baut sich so einen Ruf/ Reputation auf. Man kann also sagen, dass in Gastbeiträge meistens die Experten zu Wort kommen und als Blogger hat man so die Möglichkeit hat mal eine andere Meinung in den eigenen Blog reinzubringen. Wie es im merkelsche #Neuland eigentlich sein sollte, verlinkt man sich auch Gegenseitig. Dies ist quasi das Dankeschön des Bloggers an den Gastblogger.

Warum sollen den Gastbeiträge schädlich sein?

Nun diese Links in den Gastbeiträgen sind oft von SEO Leuten missbraucht worden. Anstatt, dass man einfach auf die Webseite des Experten verlinkt hat, hat man dutzende Links im Beitrag versteckt und so die Leser komplett verwirrt. Wenn dann Keywörter zu themenfremden Webseiten verlinkt werden, ist das mühsam als Leser. Und genau weil viele SEO Leute hier übertrieben haben, haben Gastbeiträge einen schlechten Ruf bekommen. Und nun hat sich sogar noch ein Typ von Google zu Wort gemeldet. Matt Cutts hat dann nämlich gesagt, dass Gastbeiträge eigentlich sehr böse ist und man von Google abgestraft wird. Aber kurz darauf musste er auch hier wieder zurückrudern – hat wohl ärger mit seinem Chef bekommen.

Nun ist es so, dass ja Google seit Jahren versucht, ein sauberes Internet zu machen und also auch saubere Suchergebnisse erzielen anzeigen möchte. Das ist ja eigentlich ganz gut. Nun sind die Links in Gastbeiträge eigentlich Teil der Abmachung zwischen Gastblogger und Blogvater und darum sind sie eigentlich nicht freiwillig gemacht sondern gekauft/ erzwungen. Und Google hasst ja Linkfarmen. Früher hiess es, je mehr Links desto besser. Heute ists aber so, dass man Links nicht mehr kauft und es schon soweit geht, dass man als Webseitenbetreiber eMails bekommt, wo man gebeten wird Links zu löschen (Negativ-SEO).

Wenn ich mir so die Qualität von Gastbeiträge anschaue, dann gibt’s da welche die sind genial geschrieben und andere einfach nur schrecklich. Ich kenne Experten auf ihren Gebieten, die schreiben Gastbeiträge die nur so von Keywörter strotzen und sonst nur langweiliges Zeug liefern, diese Keywörter werden dann schön auf X Webseiten verlinkt. Und dann werden diese Gastbeiträge nicht nur bei 1 Blog eingestellt sondern in dutzenden zu gleich. Also hier sind nicht nur die Texte totaler Bockmist, es sind auch Linkschleudern und vom Double Content will ich jetzt mal nicht reden.

Hier habe ich mal versucht aufzulisten, was gute und was schlechte Gastbeiträge sind:

Schlechte Gastbeiträge

  • Gastbeiträge auf mehreren Blogs verteilen
  • Viele Links setzen
  • Keinen Mehrwert den Lesern liefern
  • Schreckliches Textbild/ Textstruktur

Gute Gastbeiträge

  • 1 unique/ einzigartiger Text pro Blog schreiben
  • Sauberer Gastblog deklaration
  • 1 Link pro Gastblog auf den Autor setzen
  • Mindestens 1 Gastblog pro 10-20 Beiträge schreiben

Lösung

Ihr müsst jetzt nicht aufhören Gastbeiträge zu schreiben oder zu veröffentlichen. Das ist nämlich etwas, was es schon seit Jahrhunderten in der Zeitung gibt (Kolumnen) und wohl immer geben wird. Ihr müsst einfach eure Gastbeiträge gut schreiben und die Gastbeiträge die ihr veröffentlichen wollt gut kontrollieren. Haltet euch an die Liste der „Guten Gastbeiträge“ und ihr seid auf der sicheren Seite. Wenn ein Gastbeitrag nicht in diese Liste passt, dann geht zum Autor und verlangt eine Änderung und wenn er sich dann weigert, dann veröffentlicht diesen Gastbeitrag nicht. So einfach ist das. Ihr als Betreiber des Blogs habt nämlich die Verantwortung – ihr müsst auf die Qualität achten den es gibt immer wieder Leute die versuchen möglichst einfach Links abzugreifen. Ihr müsst hier also die Torwächter spielen und darauf achten, dass die Qualität stimmt und die Regeln eingehalten werden. Natürlich dürft ihr auch keine schlechten Gastbeiträge schreiben und veröffentlichen.

Haltet ihr diese Dinge ein, dann sind Gastbeiträge nicht schlecht sondern echt nützlich.