blog-vs-fbWenn heute jemand das Wort „Social Media“ hört, dann denkt er fast automatisch an Facebook und vielleicht noch Twitter. Für die meisten Leute ist dies das ganze Social Media Universum. Wenn nun Unternehmen den Schritt ins Social Media Universum wagen möchten, dann denken ebenfalls viele nur an Facebook.

Ich sag immer wieder zu Firmen: „Vergesst Facebook, dort erreicht ihr NIE eure Kunden“. Viele Chefs sind dann ziemlich Überrascht und wissen gar nicht mehr was sie sagen sollen. Den sie sehen nur die zum Teil hohen Followerzahlen die eine Facebookfanseite eines Unternehmen erreichen kann, und für viele Manager sind hohe Fans = Sehr gut!

Gott sei dank, ist dies nur ein winziger Teil der Wahrheit. Den wenn Hohe Followerzahlen = Erfolg bedeutet, dann könnte man Likes kaufen und wären alle Könige des Internets.

Versteht mich nicht falsch, Facebook ist ein geniales Medium. Man kann sehr einfach seine Fans erreichen und Texte, Bilder, Videos und Links mit ihnen Teilen. Aber soviel Platz hat man nicht. Ausser man will als Unternehmen nur Catcontent (Katzenbilder/Katzenvideos)  mit seinen Fans teilen, ist der Platz auf Facebook zu limitiert. Auch auf Twitter ist man noch strikter Limitiert was den verfügbaren Platz betrifft. Dort hat man ja nur 140 Zeichen um seine Message zu transportieren. Wenn man mehr Platz braucht, und das braucht man schnell wenn man guten Content hat, dann bleibt einem nur eines Übrig, nämlich ein Corporate Blog.

Auf einem Blogbeitrag hat man nämlich „unendlich“ viel Platz. Man kann dort Bilder/ Videos und Text platzieren und zwar soviel man selbst möchte. Man hat keine Platzbeschränkung.  Hat man dann einen fertigen Blogbeitrag, dann kann man diese auf Facebook & Twitter & Co. veröffentlichen und so seine Fans/Follower erreichen.

Warum bevorzugen Unternehmen Facebook anstatt Blogs?

Viele Unternehmen wissen gar nicht, was ein Blog ist. Viele denken, dass diese Art der Kommunikation so altmodisch ist wie ICQ oder der MSN Messenger. Und dabei vergessen diese Unternehmen auch, dass ein Blog der Vater aller Social Media Kanäle ist und in einen gesunden Marketing Mix reingehört. Viele Firmen denken, dass es einfacher ist ein kleines Bild, ein Video, ein Text – also Content für Facebook zu produzieren als einen grösseren Text. Sie denken kurz ist einfach – dabei ist es viel schwieriger einen Text so zu komprimieren, dass er in wenigen Zeilen alles transportiert was man sagen möchte. Auch kann Facebook eigentlich auch die Sekretärin betreuen oder der Praktikant. Viel schiefgehen kann nicht, wenn mal ein Post daneben geht, löscht man ihn einfach. Wenn aber was beim Blog in die Hose geht, dann kann man aus dem Google Index fliegen. Aus diesen und vielen anderen Gründen braucht eine Firma einen Corporate Blog.

Warum ist nun ein Blog besser als Facebook?

Meistens kann ich die Unternehmen mit dem Argument der Datenhoheit überzeugen. Kein Unternehmen hat es gerne, wenn ein anderes Unternehmen die eigenen Daten kontrolliert. Ein Unternehmen möchte immer und überall die Kontrolle haben und genau wissen was passiert. Und da ist ein Blog unschlagbar. Man hat alle Daten die man je produziert hat, immer unter Kontrolle. Man kann mit anderen Blogbeiträgen im eigenen Blog verlinken und man hat eine Seite die auch in den SERP (search engine result Pages) auftaucht. Es gibt noch viele andere Vorteile die ein Corporate Blog hat.

Bevor nun ein Unternehmen mit Bloggen loslegen kann, muss er natürlich noch ein paar Anpassungen in der Firmenstruktur vornehmen. Aber für jemand der wirklich die Vorteile des Blog für sich ausnutzen möchte, sollte das wirklich keine Probleme sein.

So ich hoffe ich habe euch klar machen können, warum ein Corporate Blog besser als Facebook ist – aber das eine das andere nicht ausschliessen muss.