mann-frauHeute möchte ich mal auf ein Thema zu sprechen kommen, das voller Tretminen ist, wo sich hinter jedem Komma eine Feministin versteckt und die Politik die „Politisch-Inkorrekt“ Keule schwingt. Alle 3 stehen Gewehr bei Fuss um jede Diskussion sofort zu niederzuschlagen und zu unterdrücken. Und doch liegt in diesem Titel mehr Wahrheit drin verborgen als man im ersten Augenblick vermuten kann.

Ich bin ja jetzt schon viele Jahre in der Blogosphäre unterwegs, aber gross an der Szene hat sich nichts verändert. Gut, ein paar neue Blogger sind hinzugekommen und ein paar sind verschwunden. Aber wenn man bei Bloggertreffen ist, oder bei Barcamps, dann ist die Mehrheit der Blogger Männlich und nur ein paar statistische Ausreisserinnen sind weibliche Bloggerinnen.

Wenn man nun die Tante Google fragt, dann bekommt man aber viele Blog Urls vorgesetzt, auch von weiblichen Bloggerinnen. Aber diese Bloggerinnen schreiben meistens nicht wirklich. Sie machen Fotos von ihren Nägeln, Kleidern und Haaren und präsentieren sich der Welt. Diese Art zu Bloggen nenne ich Egobloggen

Ist den das Bloggen?

Wenn wir die Definition von Blog/ bloggen anschauen:

Das Blog [blɔg] (auch: der Blog) oder auch Weblog [ˈwɛb.lɔg], engl. [ˈwɛblɒg], Wortkreuzung aus engl. World Wide Web und Log für Logbuch, ist ein auf einer Website geführtes und damit – meist öffentlich – einsehbares Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Web-Logger, kurz Blogger genannt, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert (‚postet‘) oder Gedanken niederschreibt.

Es ist also so, dass solche Egoblogger nur strenggenommen genau das tun, was die Definition uns vorschreibt.

Wer ist den jetzt nicht normal die männlichen oder die weiblichen Blogger?

Hier könnte man also genau gut sagen, dass Frauen nicht schreiben können, sich nur auf oberflächliche Themen wie ihre eigene vergängliche Schönheit konzentrieren und sonst nichts zu sagen.

Aber das stimmt nicht

Ja Bloggerinnen die nur ihre neuesten Kleider, Schminke oder Haarfrisur in einem Blog präsentieren, sind nicht wirklich Bloggerinnen. Denn wir alle wissen ja, dass ein Blog nicht nur ein Ort des Monolog ist, sondern unbedingt ein Ort des Dialogs sein muss. Und solche Blogs sind nur Orte wo sich der Autor oder bessergesagt die Autorin ihre tägliche Portion Komplimente abholen. Das ist zwar schön und gut, aber solche Blogs sind wohl sehr schnell sehr bekannt, aber nach spätestens 1-2 Jahren später sind sie so schnell verschwunden wie sie gekommen sind.

Man könnte jetzt also sagen, dass die natürliche Evolution der weiblichen Bloggerin von der Egobloggerin zur Mode-Fashion-Bloggerin bis schlussendlich zur Themen-Bloggerin ist.

Natürlich habe ich im laufe meiner Bloggerlaufbahn auch weibliche Bloggerinnen kennen gelernt, die die ersten Evolutionsschritte übersprungen haben, gleich zur Themen-Bloggerin mutiert sind.

Wenn ich also meine Gedanken sortiere, dann heisst das, dass die Ego-Bloggerinnen die Anfänger sind und die Themenbloggerinnen die Profis?

Ach wäre das schön, wenn es so einfach ist. Aber meine Theorie basierend auf die Anfangsfrage ob Frauen bloggen können oder nur am rumtratschen sind, hat nur etwas bewiesen, dass man gar keine Kategorien anlegen kann und schon gar keine Evolutionstheorien darauf aufbauen kann. Den alles ist viel komplizierter oder einfacher als vermutet.

Fazit

Ein Blog ist der Ort wo sich Menschen selbst verwirklichen können. Dort kann Mann oder Frau sein wen sie wirklich sind und zwar unverfälscht und pur! Es ist auch komplett egal, worüber gebloggt wird, das kann das Auto sein, das neueste Kleid oder Schuhe oder über Social Media oder Medizin.

Am Schluss es ist nun mal so, dass die Blogs wo der Autor sein Herzblut reingesteckt hat, auch ein Erfolg wird – wer nur was spielt oder es nicht ernst nimmt, wird verschwinden. Es ist egal ob das ernsthafte Thema was mit Autos, Fussball, Technik, Kleidung oder Schminke zu tun hat. Steht der Schreiber dahinter, wird das der Leser auch merken. Den einem Leser ist es wirklich egal, ob der Auto männlich, weiblich, Schwarz, Gelb oder Violett ist, er möchte neues Lernen und ernst genommen werden.

Was lernen wir daraus?

Es ist eigentlich egal ob man ein Mann oder eine Frau ist – Blogger sind Blogger. Unterscheidet sich der Schreibstil? Natürlich, auch wenn die heutigen Politiker am liebsten Mann und Frau abschaffen würden und diese Unterschiede verbieten würden, es bleibt nun mal ein Fakt, dass wir alle Unterschiedlich sind. Und genauso sollten wir auch schreiben. Als Blogger kann man sich wohl ein Vorbild nehmen, aber schlussendlich muss jeder selbst den eigenen Stil finden.

Ich persönlich finde zwar reine Ego-Blogs wo Männer ihre neuesten weiblichen Eroberungen präsentieren genauso doof wie die Frauen die nur über ihre eigenen Nägel, Frisur und neuesten Kleider und Schuhe berichten. Aber das sollte man nicht so eng sehen. Das Internet und die Blogosphäre ist so unterschiedlich, wie es Menschen auf der Welt gibt. Wichtig ist einfach dass man seinen eigenen Stil findet, daran festhält und ihn entwickelt. Das kann jetzt ein Fashion, Sport, Hobby oder der Beruf sein.

Wichtig ist, dass das man den Blog als Berufung sieht und nicht als Pflicht ! Das macht nämlich der Unterschied aus, zwischen tratschen und bloggen.