Danke fürs teilen 🙂

Eigentlich hat dieses Thema jetzt mal nichts direkt mit dem Bloggen zu tun, aber mit dem Start-Up Universum und darum erlaube ich mir dieses Thema hier anzuschneiden. Ich persönlich beobachte unsere Politiker ja seit Jahren besorgt, wie sie fast monatlich neue Gesetze einführen die unsere Freiheit berauben und uns immer mehr zu Sklaven werden lässt. Ich rede hier jetzt nicht nur über TTIP sondern auch über Büpf und NDG (Büpf und NDG sind Gesetze in der Schweiz die sogar die Befugnisse der CIA, NSA übertreffen).

Ich weiss nicht wer von euch die Sci-Fi Serie Continuum kennt? Darin gehts eigentlich um Zeitreisen – da fällt eine Firmen-Polizisten aus der Zukunft in unsere Gegenwart und versucht zu verhindern, dass man die böse Zukunft ändert… Die Zukunft da ist nämlich irgendwas 2070 oder so gibts keine Länder mehr, sondern nur noch grosse Konzerne und ein Konzernsenat. Die Regierung sind alle zerstört und nur noch die Konzerne bestimmen was läuft und was nicht. Also in meinen Augen eine reine Sklavenwelt… Aber diese Entwicklung die wir hier gerade durchmachen – Die angebliche Sicherheit gegen Freiheit tauschen – erinnert mich immer mehr an diese Serie und ihr böses Ende…

Seit vielen Jahren versuchen ja immer wieder Start-Ups im Bereich Fintech erfolgreich zu sein – sind es aber bisher nicht wirklich. Aber das könnte sich nämlich bald ändern.

Und zwar wird per 1.1.2018 ein kleines EU Gesetz mit dem Titel PSD2 aka „Payment Service Directive“ in Kraft – und die Schweiz wird wohl dieses Gesetz auch bald übernehmen wollen/müssen. Und das ist dann das Ende der Banken wie UBS, CS und Deutsche Bank usw…

Das Ziel von PSPD2 ist nämlich eine sehr interessante Sache – sie soll den Geldverkehr zwischen den Konten vereinfachen und schneller und auch „billiger“ machen.

Künftig aber müssen Banken nach dem Willen der EU auch Drittanbietern wie Finanz-Start-ups („Fintechs“) den Zugriff auf Konten und Daten ihrer Kunden ermöglichen. „Es ist eine der strategisch wichtigsten Veränderungen im Bankwesen der letzten Jahre“, sagt Sebastian Steger, Partner bei der Unternehmensberatung Roland Berger. „Das Verhältnis von Bank und Kunden wird neu definiert.“ Über eine Milliarde Konten in der EU seien betroffen. Also damit bekommen fremde Firmen auch Zugang zu unseren Bankdaten.

Nun ruft ihr sicher aus, dass das nicht geht wegen Bankgeheimnis usw. Aber ihr habt vergessen – die Schweiz hat kein Bankgeheimnis mehr und auch die EU nicht mehr. Alle Daten werden dank BÜPF und NDG in der Schweiz gesammelt und verknüpft und dann auch verkauft – in der EU wird es wohl nicht anders sein – die sind ja sogar noch eine Spur weiter als die langsamen Helvetier…

Also jetzt können Google, Apple und andere Konzerne in dieses Geschäft einsteigen. Sie kann zum Beispiel ein Angriff auf die Kreditkartenzahlungen durchgeführt werden.

Heute bezahlen ja die Händler sehr viel Geld für diese Dienste – und wenn nun ein Konzern hier eine viel billigere Lösung anbieten? – So ne Art Apple Merchant Pay – der Kunde bezahlt viel weniger und der Händler ebenfalls fast nichts, dann werden Visa, Mastercard usw in Schwierigkeiten geraten. Sobald nämlich der Kunde bemerkt, dass er hier „profitiert“ wird er den Konzernen sein Einverständnis geben (Bankgeheimnis ade!!) und schon hat ein fremder Konzern Zugang zu unseren Kontodaten. Die Banken sind dann nämlich nichts mehr weiter als „Buchhaltungszentralen“ und ihr grosses Kerngeschäft nämlich der Zahlungsverkehr ist privatisiert.

Fazit

Aus Sicht der Kunden ist diese Sache sicher gut. Man kann viel einfacher und günstiger Zahlungen machen und die Banken machen nichts mehr als ein Buchhalter. Aber die Konzerne haben damit eure Daten und können den Rest dazukaufen. Ich bin sicher dann wirds es bald eine Krankenkasse, Spitäler, Supermärkte von Google und Apple geben wo alle Daten verknüpft sind. Sie können somit jeden mit allem erpressen und werden damit durchkommen – das Gewaltmonopol ist damit wirklich gebrochen und wir leben in einem sklavenähnlichen Zustand…

Wie gesagt das PSPD2 wird am 1.1.18 in der EU in Kraft treten und vermutlich noch vor dem 1.1.20 auch in der Schweiz. Also werden die Banken zwischen 2018 und 2023 verschwinden und am Schluss herrschen nur noch 4-5 Weltkonzerne über uns… ajajaja Ich als absoluter Pessimist sehe hier wirkliche Probleme auf uns zu kommen. Wenn euer Chef eure Kontodaten, Gesundheitsdaten und persönlichen Daten kennt – hat er euch an den äxgüsi Eier und kann euch zu allem zwingen. Kein Wirtschaftszweig ist dann mehr sicher und wir die 99,99999% der Gesellschaft haben neue Kaiser / Könige respektive neue Diktatoren (Aber dann gibts keine Katniss Everdeen die uns rettet…)

Ich dachte mir euch könnten diese News noch interessieren, immerhin bin ich erst vor wenigen Tagen selbst darüber gestolpert und habe bisher nichts davon gehört…

Über

Eric-Oliver Mächler

Seit 2005 bin ich ein aktiver Blogger. Ich kenne die Kniffe und die Tricks um einen Blog erfolgreich zu machen. Hier gebe ich diese kleinen Tricks gerne weiter und freue mich, wenn ich euch helfen kann. Hier erfährt man mehr über mich.

2 Kommentare

  • Verstehe ich das also richtig dass ab dann meine Daten, wie bei Facebook auch, von der Bank verkauft werden _können_ oder _müssen_? Sehe aktuell irgendwie nicht den Unterschied des Gesetzes zur aktuellen Situation.

    • nene die banken müssen den startup zugriff auf die konten geben – die firmen können dann machen was sie wollen mit diesen daten.

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