Der Cyberkrieg wird immer spannender – wir wissen ja alle wer Schuld ist, wenn das Wetter schlecht ist, das Joghurt im Kühlschrank abgelaufen und man in Hundsch** tritt – Schuld ist ja bekanntlich IMMER Putin! So wollen es uns wenigstens die Journalisten erzählen die einfach Depeschen-Meldungen abschreiben.

Heute bin ich über eine lustige Meldung gestolpert – bei der ich nicht weiss ob sie stimmt oder eben wieder von Journalisten stammt die eine Putinphobie haben.

Jenna Abrams war auf dem besten Weg, ein Social Media-Star zu werden – doch tatsächlich soll sie das Produkt russischer Spione gewesen sein.

Sie erschufen die junge US-Amerikanerin, die über 70.000 Follower, online mit Prominenten debattierte und es in zahlreiche wichtige Medien schaffte. CNN, BBC, New York Times, Daily Mail, Huffington Post, Sky News, USA Today, Mashable, Gizmodo: Sie alle zitierten Tweets des russischen Fake-Accounts.

Abrams äußerte sich etwa zu Kim Kardashian oder feministischen Themen. Doch nicht nur: Immer wieder fiel Abrams auch mit politischen Statements auf, die teils als rechtsextrem zu verbuchen sind. So trat sie etwa für eine Rückkehr zur „Segregation“ aus – argumentierte also, dass Menschen unterschiedlicher Hautfarben voneinander isoliert leben sollten. Außerdem behauptete sie, dass die Kultur der Politischen Korrektheit in den USA „Amok“ gelaufen habe.

Im Zuge der Untersuchungen des US-Kongresses zur russischen Einflussnahme auf die US-Wahl wurde aufgedeckt, dass Abrams die Erfindung russischer Agenten ist. Meistens handelt es sich bei diesen Bots oder Fake-Accounts um schludrig entworfene Persönlichkeiten. Doch Abrams war eine ausgefeilte Fiktion: Sie hatte einen eigenen Blog auf Medium, eine Gmail-Adresse und sogar eine GoFundMe-Seite, um Crowdfunding zu betreiben. Zigtausende Retweets Abrams soll von Beratern aus dem Umkreis von US-Präsident Donald Trump retweeted worden sein. Ein Widerspruch gegen ihre Positionen zur Segregation erreichte 65.000 Retweets.

Zwar werden Abrams Argumente in dem Beitrag widerlegt, das Grundziel der russischen Spione – die weitere Spaltung der US-Gesellschaft – wird damit aber unabsichtlich weiter betrieben.

Die große Frage, die sich nun stellt, ist, inwiefern die Beiträge russischer Agenten mit der Wahlkampagne von Donald Trump abgesprochen waren. Das sollen zwei Untersuchungsausschüsse im US-Kongress sowie Ermittlungen des Special Counsel unter Robert Mueller herausfinden. Vergangene Woche war erstmals bekannt geworden, dass ein Trump-Berater Informationen über Hillary Clintons E-Mails von Personen nahe der russischen Regierung erhalten hatte

Link: TheGuardian

Fazit

Wie gesagt ich weiss nicht, ob diese Meldung stimmt oder nicht – aber darum geht es mir hier auch nicht.

Ich bin sicher, dass sowas wirklich möglich sein kann. Denn wenn jemand solche fantasievolle alternative Persönlichkeit erstellt die nur im Digitalen exisiteren – dann kann man damit schon die Meinung manipulieren und beeinflussen. Es ist halt einfach eine nächste Stufe, keine einfachen Twitter- oder Facebookbots, sondern jetzt ganze Personen.

Spannende sache – was denkt ihr – ist Putin auch hier Schuld wie für das schlechte Wetter – oder ist das wirklich etwas für einen Spionageroman?







Über

Eric-Oliver Mächler

Seit 2005 bin ich ein aktiver Blogger. Ich kenne die Kniffe und die Tricks um einen Blog erfolgreich zu machen. Hier gebe ich diese kleinen Tricks gerne weiter und freue mich, wenn ich euch helfen kann. Hier erfährt man mehr über mich.

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