Es gibt viele kleine Selbständige die Selbstgemachtes verkaufen – ich sag denen immer liebevoll die Hausmütterchen die selbst gestrickte Topflappen verkaufen – diese Leute müssen nun sehr stark sein.

Wie heute bekannt geworden ist, stellt Dawada den Dienst ein.

Dawanda gilt als eines der Urgesteine der Berliner Startup-Szene. 2006 von Claudia Helming und Michael Pütz gegründet, können Nutzer auf der Plattform selbstgefertigte Produkte zum Kauf anbieten. Dazu gehören Kleidung, Schmuck, Accessoires, Taschen, Spielzeug und Möbel. Seit 2015 bietet Dawanda auch Bastelanleitungen für die wachsende DIY-Community an.

Erst vor wenigen Monaten hatte das Dawanda-Management erstmals schwarze Zahlen vermeldet. Demnach arbeitete das Unternehmen im vierten Quartal 2017 kostendeckend. Im gesamten Geschäftsjahr konnte der Umsatz sogar um 21,4 Prozent auf 16,4 Millionen Euro gesteigert werden. Gleichzeitig sank der operative Verlust von vier auf nunmehr eine Million Euro.

Warum genau nun Dawanda schliesst, ist noch unklar – evtl ist der direkte Konkurrent Etsy zu stark geworden – immerhin hat dieser amerikanische Dienst seine Präsenz in Deutschland stark ausgebaut.

Aber jetzt ist fertig – die Gründer haben beschlossen Ende August 2018 die Tore für immer zu schliessen.

RIP Dawanda

Wohin sollen diese Selbständige nun gehen?

Nun wie ich oben schon sagte, gibts jetzt noch einen anderen grossen Dienst – das Vorbild von Dawanda – nämlich Etsy.

Gibts keine andere Möglichkeiten?

Wie diejenigen unter meinen Leser, die hier regelmässig reinlesen wissen, bin ich nicht wirklich ein Fan von diesen grossen Marktplätzen wie Amazon, Dawanda oder eben auch Etsy.

Ich bin ein wirklicher Gegner von solchen fremden Systemen und der Grund ist ganz einfach.

Ist man nämlich bei denen an Bord dann hat man die volle Kontrolle aufgegeben. Diese Dienste wissen dann genau wieviele Produkte ihr verkauft und wie hoch eure Marge auch ist. Wenn nun also das Portal beschliesst, dass sie eure Produkte selber herstellen können und dabei noch mehr Geld machen können (Gewinnmaximierung) seid ihr ziemlich schnell weg. Oder wenn sie die Preise erhöhen und die Leistungen verringern, seid ihr denen auch ausgeliefert.

Wer also auf fremde Systeme setzt, ist wie ein Passagier in einem Bus. Der Buschaffeur ist jemand anderes und er kann selber entscheiden, ob er woanders hinfahren möchte – oder ob er euch aus dem Bus werfen kann wenn ihr seine neuen Geldforderungen nicht nachkommen wollte/könnt.

Aus diesem Grund habe ich zum Beispiel vor Monate ein kleines Shop-Projekt gestartet – wo kleine Selbständige zu mir kommen können – und ich erstelle ihnen einen kleinen eigenen Shop mit ein paar Standardeinstellungen. Das kostet nicht viel und man kann dann selbst die Systeme ausbauen und erweitern und ihr könnt so selbst das Steuer übernehmen. (Wer auch von diesem kleinen Shop Dienstleistungen profitieren möchte, kann sich bei mir melden)

Einen eigenen Shop zu erstellen, ist nämlich nicht schwer – und man ist vollkommen freier und läuft nicht in Gefahr dass man kaputt gemacht wird vom Software-Hersteller.

Fazit

Tjo RIP Dawanda – das wird jetzt Etsy freuen, bekommt sie jetzt noch mehr Kunden.

In meinen Augen ist das hier der beste Zeitpunkt um über die eigene Strategie nachzudenken. Aber ich hoffe auch, dass ihr euch eh regelmässig mit eurer Strategie beschäftigt und die weiter verbessert und euch nicht nur treiben lässt…





Über

Eric-Oliver Mächler

Seit 2005 bin ich ein aktiver Blogger. Ich kenne die Kniffe und die Tricks um einen Blog erfolgreich zu machen. Hier gebe ich diese kleinen Tricks gerne weiter und freue mich, wenn ich euch helfen kann. Hier erfährt man mehr über mich.

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