Facebook ist lustig, Facebook ist doof – das wissen wir alle sowieso…

Mit diesem selbsterfundenen Spruch fange ich heute mal ein Beitrag an, der eigentlich gar nicht lustig ist.

Liebe Leute, wenn ihr eine Tochter zu viel habt und ihr unter Geldmangel leidet, dann passt jetzt ganz genau auf!

Und zwar ist ja eigentlich Facebook recht schnell mit Löschen und Sperren von User. Entweder weil in Deutschland wieder die Meldemuschis unterwegs sind oder weil Facebook mal wieder die Freie Meinungsäusserung unterbinden möchte. Ich selbst habe es im Jahr 2018 selbst erleben dürfen, ich wurde gesperrt weil ich ein Zeitungsartikel geteilt habe (Facebook: Verlinken führt zur Sperrung des Konto) und einmal weil ich schwarzen Humor (Facebook: Schwarzer Humor führt zu Sperrung) geteilt habe.

Diese total legale Dinge sind im Facebooksche Universum verboten, dabei ist es total OK wenn die IS Menschen mit Buttermesser den Kopfabsäbelt, Leute ausgepeitscht werden und so weiter.

Und wie der neueste Vorfall auch zeigt, ist es total OK wenn man Kinderbräute via Facebook versteigert.

Eine Familie im Südsudan hat via Facebook ihre 16 Jährige Tochter versteigert und Facebook schaute da zu bis die Versteigerung durch war und dann haben sie endlich mutig die Kampagne beendet.

Am 25. Oktober ging diese Versteigerung los und obwohl man sie bereits innert wenigen Stunden Facebook gemeldet hatte, wurde die Kampagne nie gestoppt. Und dank Facebook und der Kinderbraut ist die Familie nun sehr reich geworden.

Laut Plan International ist dies die erste dokumentierte Versteigerung einer Kindsbraut auf Facebook. Da die Auktion nicht nur jede Menge Aufmerksamkeit erregte, sondern auch enorm lukrativ für die Familie war, fürchtet die Menschenrechtsorganisation nun Nachahmer. Eine weitere NGO für Menschenrechte postete die zwischenzeitlich gelöschte Auktion auf Twitter und gab dort an, dass unterschiedliche Menschenrechtsgruppen Facebook unverzüglich nach Beginn erfolglos auf die Auktion aufmerksam gemacht hatten. Und auch in lokalen Medien schlug der Handel hohe Wellen. Facebook will von all dem nichts mitbekommen haben.

kindsbraut facebook auktion - Kinderbräute kann man nun via Facebook verkaufen

Der Auktionsgewinner ist ein in der Hauptstadt des Südsudan lebender Multimillionär. Für das Mädchen zahlte er den „Rekordpreis“ von 530 Kühen, drei Land Cruisern sowie 10.000 US-Dollar. Kinder- und Zwangsheirat sind laut einer aktuellen Studie von Plan International die im Südsudan verbreitetste Form an Gewalt gegen Frauen. Das gemächliche Handeln Facebooks lässt daran zweifeln, dass das Soziale Netzwerk sich für gesellschaftliche Fragen verantwortlich fühlt.

In Fragen das Menschenrecht betreffend hat das Soziale Netzwerk sich in der Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Doch statt hier international in Verantwortung zu treten, konzentriert man sich lieber weiterhin auf noch mehr neue Lösungen für Werbetreibende.

Also merkt euch, wenn ihr eure Regierung kritisiert, seid ihr böse – aber wenn ihr eure Töchter als Kinderbräute versteigert, ist das total OK (vermutlich wird euch Facebook sogar noch Ads Anzeige vorschlagen – damit sie auch an der Kampagne mitverdienen kann.

Fazit

Facebook ist kein guter Konzern, sondern ihm sind die Menschen egal – nix mit “Totale Vernetzung der Leute” wie das angebliche Ziel vom Zucki ist.

Ich könnte KOTZEN bei so Aktionen.

Quelle: Vice