Social Media ist eine geile Sache – jeder kann was sagen. Trotzdem ist Social Media auch was böses, denn jeder kann was sagen.

Das ist allen klar.

Aber Social Media kann auch sehr lustig sein, ich liebe kreativer Content – heute mal was von der Polizei in Köln irgendwo in Deutschland (Gefunden auf Facebook)

Mutter lässt Minderjährige auf Autobahn im Stich – und geht baden! Polizei Köln im Rettungseinsatz

social media geschichte polizei koeln deutschland juni 2020 - Social Media Meldung der Polizei NRW Köln

Ein Höchstmaß an Verantwortungslosigkeit hat am Nachmittag des 4. Juni (Donnerstag) die namentlich nicht bekannte Erziehungsberechtigte von acht (!) Kleinkindern auf der Bundesautobahn 559 bei Köln-Porz an den Tag gelegt. Während die von ihr alleingelassenen Schützlinge bei hohem Verkehrsaufkommen orientierungslos über die Fahrbahn stolperten, „chillte“ die Familienmutter an einem benachbarten Baggersee. Müßig zu erwähnen, dass das Baden in dem als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesenen Gewässer strengstens untersagt ist. Derweil schritten hinzugerufene Einsatzkräfte der Autobahnpolizei Köln jedoch beherzt zur Tat – und retteten die Kleinen. Gegen 12.40 Uhr hatte ein erster Notruf einer in Richtung Königswinter fahrenden Autobahnnutzerin die Leitstelle erreicht. Die Anruferin teilte dem aufnehmenden Beamten mit, soeben ein Entenküken auf dem Standstreifen aufgesammelt zu haben. Einige mutmaßliche Geschwister des possierlichen Zeitgenossen seien aber im Nahbereich noch unterwegs. Kurz darauf eintreffende Beamte konnten zwei der versprengten Piepmätze vom Standstreifen weg in das angrenzende, begrünte Randgelände des Sees scheuchen. Denn von dort hatte sich zwischenzeitlich die frenetisch schnatternde Entenmutter bemerkbar gemacht. Augenscheinlich war sie zumindest bemüht, andere Helfer auf die Notlage ihres Nachwuchses hinzuweisen. Immerhin. Es meldete sich ein anderer Autofahrer in einigen hundert Metern Entfernung vom Fahrzeug der „Erst“-Helferin: Der Mann hatte weitere Angehörige der „Großfamilie“ auf dem Standstreifen gesehen. Nachdem er gestoppt hatte, hasteten prompt vier lebhafte Wollknäuel hurtigen Schenkels unter seinen Seat. Mit vereinten Kräften klaubten die Uniformierten das Quartett hervor und nahmen es sicherheitshalber zunächst im Streifenwagen in Gewahrsam. Die Rettung von „Nummer 8“ geriet noch zu einer kleinen Herausforderung: Dieses Küken hatte sich ausgerechnet zur Mittelschutzplanke geflüchtet. Kurzfristig machten die Polizisten die Richtungsfahrbahn dicht, um dann ihr Rettungswerk erfolgreich zu beenden. An besagtem Baggersee gewährleisteten die Beamten anschließend die Familienzusammenführung. Ohne ihre selbstlosen Retter noch eines Blickes zu würdigen, hoppelte die achtköpfige, seitenwindanfällige Schar ihrem weiterhin aufgeregt schratelnden Muttertier entgegen. Angesichts der nunmehr entspannten Lage sahen die Polizisten von der Fertigung einer gesalzenen Anzeige wegen Verletzung der Aufsichtspflicht ab. Sie ließen es auf streng mahnenden Schutzmanns-Blicken gegenüber der fahrlässigen, aber überglücklichen Mutter beruhen und gaben die Autobahn wieder frei.