Heute habe ich echt schlechte Neuigkeiten für euch meine lieben Leserinnen und Leser.

Ich bin letzte Nacht auf ein Blogbeitrag von Unsplash gestolpert der wirklich ein Schlag in die Magengrube ist.

Ihr wisst Unsplash ist eigentlich eine Bilderdatenbank wo man gratis und geniale Bilder für seine Social Media Kampagnen, Webseiten oder Videos bekommt. Ich liebe diese Webseite und empfehle sie seit Jahren.

Vor allem nach den Abmahnkampagnen von Pixabay – wo aus freien Bilder auf einmal nachträglich die Lizenzen geändert worden sind und man danach auf einmal Abmahnungen erhalten hat – habe ich Unsplash gerne verwendet. (Finger weg von Pixabay)

Gestern habe ich dann diesen neuen Blogbeitrag von Unsplash gelesen und mir dreht sich der Magen um.

unsplash getty images blog 1 - RIP Unsplash - Unsplash von Getty Images übernommen

Getty Images ist ja eine dieser Bilderplattformen wo man Stockfotos kaufen kann und die wirklich extrem Abmahnen und Geld eintreiben – wenn man gegen ihre Lizenz verstösst und sie auf Webseiten einbaut oder in Social Media Kampagnen verwendet

In diesem Blogbeitrag jubeln die „Chefs“ von Unsplash und sagen, dass Unsplash von Getty Images übernommen worden ist – über den Kaufpreis schweigt man sich aber aus.

Sie versuchen dann zwar sofort zu beruhigen und sagen, dass die Zukunft gesichert ist und es kein Abschied ist. Sie sagen nämlich dass es keine „dieser“ Übernahmen sein soll, wo Firmen übernommen werden um ausgeschlachtet und zerstört zu werden.

Angeblich hätten sie festgestellt, dass Getty Images und Unsplash die gleiche Vision teilen würden.

unsplash getty images blog 2 - RIP Unsplash - Unsplash von Getty Images übernommen

Spannend sind die Zahlen von Unsplash. Im letzten Jahr haben sie 2 Milliarden Donwloads verzeichnet und jetzt seien es schon 3 Milliarden. Eine sehr spannende Zahl – da ja Unsplash 8 Jahre alt ist und damals ein Tumblr Blog war.

Ebenfalls sagen sie, dass auf Unsplash nun über 2 Millionen Bilder verfügbar sind.

unsplash getty images blog 3 - RIP Unsplash - Unsplash von Getty Images übernommen

Fazit

Ich habe schon öfters erlebt, wie Firmen viel Geld dank einer Abmahnung bezahlen mussten, weil Bilder in Datenbanken eben nicht frei waren.

Und nun kauft also Getty Images die Unsplash Bilderdatenbank und sie behaupten es würde sich nichts ändern.

Ich vermute dahinter reines Marketing-Blabla. Ich erinnere mich zu gut an den Wachstum von Shutterstock (Gegründet 2003) – diese Stockfoto Firma hat immer wieder andere Bilderdatenbanken aufgekauft (freie und solche wo man bezahlen mussten) – hat die Bilderdatenbanken übernommen und die aufgekauften Firmen sind danach aufgelöst worden.

Ich kann natürlich nicht für alle sprechen – aber für mich als Webentwickler ist klar, dass Unsplash ab sofort Tabu ist oder in anderen Worten gesagt „Finger weg von Unsplash“.

Ich will nämlich keine teure Abmahnungen riskieren.

Wäre ich einer dieser Fotografen die auf Unsplash regelmässig eigene Bilder hochgeladen haben, so würde ich mich jetzt wirklich grün und blau ärgern. Ich stelle meine Bilder gratis zu Verfügung und dann wird die Firma aufgekauft und meine Bilder sind wohl somit verloren… Man macht also Profit auf Kosten von anderen….

Alternativen

So leid es mir tut, ich kenne bisher nur noch 1 Alternative und das ist die von Pexels.com. Diese Bilderdatenbank hat nicht nur Bilder sondern auch coole Videos und sind noch (ja das muss ich jetzt sagen) frei und gratis zu haben.

Man sieht schön, so schnell kann sich die Welt verändern (nicht nur dank nem Killervirus). Was heute noch eine coole Ressource war, kann morgen vergiftet sein wie der Apfel von Schneewittchen.

Meine Empfehlung

Also was ich wirklich jetzt empfehle ist, dass Firmen nun eigene Bilderdatenbanken anlegen oder sie direkt bei Stockfoto Dienstleister kaufen. Wenn man nämlich Bilder selbst schiesst, dann hat man die vollen Rechte und muss sich wegen Abmahnungen keine Sorgen machen. Und kauft man sie direkt bei diesen Bilderhändler, dann hat man ebenfalls eine schöne Lizenz wo meine Rechte aufgeschrieben sind und ich sicher bin, dass mir kein Anwalt in den Rücken schiesst.

Pro Tipp

Und wäre ich jetzt ein Fotograf der regelmässig gute Fotos macht, ich würde jetzt mir einen eigenen Bildershop erstellen und meine Fotos zum Verkauf anbieten. Und ich sag jetzt nicht pro Fotos soll man 2000 CHF / € verlangen – sondern pro Foto 1 Stutz oder so und zack hat man ein schönes passives Einkommen 🙂 Sollte ein Fotograf dafür Hilfe benötigen, soll er sich bei mir melden 🙂