Kommt lasst uns Deutsche abzocken!! Das wird ein Spass

von | Jun 16, 2022 | Allgemein | 0 Kommentare

Wir leben im Jahr 2022 und erleben gerade sehr gut, wie wir jede Woche weniger Geld im Portemonaie haben – raffgierige Konzerne erhöhen die Preise und somit ihren Gewinn und sagen der Putin sei Schuld an der Sache. So habe ich bei einem deutschen Youtuber gehört dass er für sein Fritieröl früher für 5 L 9€ bezahlt hat und jetzt irgendwas bei 60€ liegt. Und 10 km von der Deutschen Grenze in Polen, Holland oder Frankreich kostet das gleiche Produkt bei der gleichen Firma dann nur 15€ 🙂

Wir Schweizer kennen das ja, hier wird seit Jahrzehnte abgezockt. Deutsche Onlineshops erstellen Schweizer Onlineshops und versechsfachen einfach mal die Preise im Schweizer Shop. Im Gegensatz zu den deutschen Politiker haben die Schweizer seit dem 1.1.2022 ein Gesetz das solches Abzocken verhindert.

Ja kurz gesagt, Deutschland hasst das Internet und tut alles damit diese neumodische Zeug sich nicht durchsetzen kann.

Aber viele Deutsche haben dafür volles Verständnis – denn sie hassen auch das Internet. Nur ein paar verwirrte sind oder waren gegen den Artikel 13 oder die Chatkontrolle – die Mehrheit will abgezockt, abgehört, ausspioniert werden …. ja solange es die EU macht ist alles gut – aber wehe die Amerikaner könnten nur ihre IP sehen – dann drehen die „Dütschen“ durch. Ich vergleiche die IP und Cookie Hysterie der Deutschen immer mit der amerikanischen Hysterie der Nippel 😛 Man könnte meinen dass IP / Cookie und Nippel die brutalsten Mordinstrumente der Menschheit sind…

Heute möchte ich euch eine neue Masche vorstellen, wie ihr liebe Mitmenschen die Deutschen abzocken könnt.

Ihr wisst ja, dass im EU Raum die DSGVO sehr wichtig ist, macht man da einen Fehler wirds sehr schnell sehr teuer. Ein paar Webseitenbetreiber haben auf ihren Webseiten immer noch Google Fonts verlinkt und somit werden die IP Adressen ja auf Google Server übermittelt (IP Adresse ist wie die normale Anschriftadresse die Adresse wohin ein Paket gesendet werden muss). Aber das verstösst gegen die DSGVO.

Der böse Brief

Jetzt haben ein paar Webseitenbetreiber einen Brief aus Nürnberg erhalten.

Sehr geehrte Damen und Herren,
am 13.06.2022 / 17:00 Uhr besuchte ich Ihre Website, https://xxx.de/, und musste erschreckend feststellen, dass diese ohne meine Zustimmung Schriftarten von Google Fonts beziehungsweise deren Server geladen hat.

Wie ich mich erkundigt habe, wird dabei meine IP-Adresse, wodurch ich zumindest teilweise identifizierbar bin und auch mein Verlauf nachvollzogen werden kann, an Google und deren Server in den USA übermittelt.

Dieses dürfte nicht nur nach der DSGVO nicht zugelassen sein, vielmehr sehe ich mich auch in meiner informellen Selbstbestimmung verletzt, da ich nicht mehr weiß, was Google nun mit meinen Daten anfangen kann.

Ähnlich ging es auch einem anderen Nutzer, hier urteilte bereits das Landgericht München 1 – Aktenzeichen 3 O 17493/20.

Ich habe mir erlaubt, einen entsprechenden Nachweis über die Einbindung der externen Google Fonts Ihrer Website abzuspeichern.

Damit es nicht weiteren Nutzern so geht wie mir, fordere ich Sie hiermit auf, unverzüglich bis SPÄTESTENS 18.06.2022 sämtliche Google Fonts, die über die Server von Dritten geladen werden, dauerhaft zu entfernen und mir hierüber Rückmeldung zu geben.

Das Landgericht München hat entschieden, dass dem Nutzer ein Schadensersatz in Höhe von 100,00 Euro zusteht ist.
Das sehe ich auch hier für angemessen an. Bitte überweisen Sie diesen ebenfalls bis zum 18.06.2022 auf mein Konto

Sollte ich jedoch bis dahin keine Widergutmachung erhalten haben, muss ich mich bei meinem Rechtsanwalt über weitere Schritte erkundigen, damit ich weiß, wer wie wo was über Ihre Website mit meinen Daten gemacht hat.

Das Landgericht München hat ebenfalls entschieden, dass bei Zuwiderhandlung ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro, ersatzweise Haft, fällig wird. Auch wenn ich mich nicht dabei wohl fühle, wo meine Daten nun sind und was Google damit anstellt, möchte ich aber auch nicht, dass Sie eine solche Strafe tragen müssen, weil Ihnen ein Fehler unterlaufen ist.

Ich finde, jeder hat eine zweite Chance verdient, einen Fehler widergutzumachen, und biete Ihnen dies hiermit an.
Vielleicht hilft es Ihnen, über Google finden Sie nützliche Anleitungen zum sicheren Einbinden von Google Fonts und auch diverse Anbieter, die Ihnen sicherlich dabei helfen können.

Nutzen Sie die Chance, ich habe bereits mit meiner Rechtschutzversicherung telefoniert, die mir im Zweifel volle Kostenzusage für eine Klage erteilt hat.

Mit freundlichen Grüßen

Dieser freundlich daherkommender Brief hat nun natürlich für Aufregung gesorgt.

Fazit

Ich musste wirklich lachen, als ich in den letzten Stunden von mehreren Seiten von diesen Fällen gehört habe. Es ist bereits bestätigt, dass der Absender in Nürnberg wohl hunderte bis tausende solcher Briefe abgeschickt hat.

Eigentlich ist es eine sehr geniale fiese Masche diese Abmahnung. Man schreibt ein paar Webseitenbetreiber an und schreibt einen persönlichen Brief wo man ihnen sagt – „hey bezahl mir jetzt 100€ oder 200€ und gut ist, oder ich gehe zu meinem Anwalt und bezahle 1500€“ Ich denke das ist hier eine Art Geld zu machen, wo die meisten sofort bezahlen werden, anstatt zu warten bis teure Anwaltspost reinkommt.

Also liebe Leserinnen und Leser dieses Blog – nun wisst ihr wie man reich werden kann. Verschickt 1000 Briefe und sagt sie sollen 200€ bezahlen und tata ihr habt einen einfachen Gewinn von 200’000€ gemacht. Danach ist es egal ob der Döner bei euch anstatt 2€ jetzt 8€ kostet – ihr habt genügend Geld in Reserve…

Was denkt ihr zu diesem Fall?

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