WordPress.com: Plugins jetzt auf jedem bezahlten Plan

von Eric-Oliver Mächler | Apr. 8, 2026 | Allgemein | 0 Kommentare

Schlagwörter: WordPress.com

Wie ihr wisst, ist WordPress.com die von Automattic und Matt betriebene SAAS-Lösung für WordPress – ich habe ganz am Anfang von diesem Blog 2013 bereits darüber geschrieben (Was ist der Unterschied zwischen WordPress.com und WordPress.org?).

Seit Anfang April 2026 gibt es bei WordPress.com eine Änderung, die Millionen von Nutzern betrifft: Plugins gibt es jetzt auf jedem bezahlten Plan, auch schon beim günstigsten Personal-Plan. Dasselbe gilt für Global Styles, eigene Fonts und Custom CSS.

Bisher war das anders. Wer bei WordPress.com ein Plugin installieren wollte, musste mindestens den Business-Plan haben – und der kostet einiges mehr. Für viele private Blogger und Hobby-Website-Betreiber war das ein Grund, entweder auf WordPress.com zu verzichten oder mit den Einschränkungen zu leben.

Jetzt nicht mehr.

Was sich geändert hat

WordPress.com hat seine Pläne komplett überarbeitet. Ab sofort sind auf jedem bezahlten Plan dabei:

  • Plugins: Zugang zu über 50’000 Plugins aus dem WordPress Plugin Directory
  • Global Styles: Fonts, Farben, Abstände und Design für die ganze Website zentral steuern
  • Font-Uploads: Eigene Schriften hochladen, inklusive Google Fonts
  • Custom CSS: Eigenes CSS schreiben und die Seite auf Code-Ebene anpassen

Kurz: Was vorher nur Business-Kunden bekamen, steht jetzt jedem zur Verfügung, der einen bezahlten WordPress.com-Account hat.

Ich bin ja normalerweise nicht der grösste WordPress.com-Fan – schliesslich hosten die meisten Profis ihre WordPress-Websites lieber selber. Das ist auch gut so, denn mit eigenem Hosting kriegst du mehr Kontrolle, bessere Performance und flexiblere Konfiguration.

Aber ich weiss, dass viele keine Geduld mit der Installation von WordPress haben, dass es ihnen egal ist, wie PHP funktioniert oder CSS, und dass sie einfach schnell und einfach eine Webseite / Blog haben wollen. Also anstatt bei Wix oder Jimdo zu landen, landen sie halt bei WordPress.com. Mit dieser kleinen, aber weitreichenden Änderung hat nun Matt seine Firma für ein weiteres Kundensegment geöffnet.

Warum er das gerade heute macht, ist für mich wohl offensichtlich. Da er ja gerade einen Krieg mit WPEngine gestartet hat und er dadurch viel Geld für Anwälte und die Gerichtsprozesse ausgibt, braucht der wohl bald verarmte Millionär neue Kunden, die Geld bringen.

Mein Fazit

WordPress.com hat mit diesem Update die Kluft zwischen „zu simpel“ und „zu komplex“ ein gutes Stück geschlossen. Für Privatpersonen, Hobby-Blogger und kleine Website-Projekte ist WordPress.com jetzt deutlich attraktiver geworden.

Ob das für dich persönlich die richtige Wahl ist, hängt von deinen Anforderungen ab. Aber die Zeiten, in denen man für Plugins bei WordPress.com einen teuren Business-Plan brauchte, sind jetzt vorbei. Und das ist eine gute Nachricht – vor allem für die Leute, die nicht im Web-Development arbeiten und einfach nur eine funktionierende Website wollen.

Ich finde es echt lustig, denn ebenfalls wurde ja schon Model Context Protocol (MCP) bei WordPress eingeführt, sodass KI jetzt einfacheren Zugang zur Webseite bekommt (ich empfehle da übrigens den REST-API-Zugang für KI, nicht MCP). Mit MCP haben die KI die komplette Code-Kontrolle übernommen, aber mit dem Weg über REST-API bekommen sie nur einen eingeschränkten Zugang und können viel weniger kaputt machen.

Zum Schluss will ich noch sagen, dass ich trotz all diesen Änderungen immer noch empfehle, dass ihr WordPress selbst hostet und nicht über WordPress.com. Man hat viel mehr Kontrolle darüber und kann viel mehr machen als über diese Hosted-Version.

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