Eigentlich sollte man sich nicht am Unglück von anderen Menschen erfreuen, aber ich denke, diesmal dürfen wir das.
Wer diesen Blog hier regelmässig besucht hat, der hat garantiert vom WordPress-Krieg gehört, den der WordPress-Chef Matt Mullenweg 2024 gestartet hat.
Nun ist dieses Drama wieder um ein Kapitel gewachsen, und zwar zum Nachteil von Matt selbst.
Am 9. September hat Matt Mullenweg auf dem internen Slack-Kanal von Automattic (der Firma hinter WordPress) eine Nachricht hinterlassen, und zwar hat er sich dabei beklagt, dass der CFO Mark Davies von Automattic mithilfe des Automattic Board of Directors members (Verwaltungsrat), bestehend unter anderem aus Ann Dunwoody, Toni Schneider und Sue Decker, sich gegen ihn verschworen haben und ihn der Verwaltungsrat als CEO von Automattic entmachtet hat.
Er wurde in den bezahlten Urlaub geschickt.
Mark Davies wurde bis auf Weiteres als Interim-CEO von Automattic gewählt.
Die Resolution sei ihm nur 50 Minuten vor Meeting-Beginn zugegangen – zu spät, um sie noch rechtlich prüfen zu lassen. Er selbst habe gegen die Beurlaubung gestimmt, bleibe aber Board-Mitglied.
Ehrlich gesagt bin ich wirklich überrascht, dass der Verwaltungsrat von Automattic endlich den Mut gefunden hat, seinen wilden MadKing zu stoppen. Jetzt ist diese Firma also auf Abstand zu ihrem Chef und Gründer gegangen.
Ich weiss nicht, was das für Auswirkungen auf WordPress selbst hat. Dank dem Prozess wissen wir ja, dass z. B. WordPress.org, wo das ganze Repo, Support, Translation usw. darüber läuft, im Privatbesitz von Matt Mullenweg ist. Wenn er möchte, könnte er nun alles schliessen und wie damals bei WP Engine alles zu Automattic kappen.
Ich bezweifle zwar, dass er so etwas tut – aber der MadKing wird das sicher nicht einfach so durchgehen lassen. Eventuell lesen wir ja morgen etwas von „Matt Mullenweg verklagt Automattic“.
Es ist und bleibt spannend, was als Nächstes passiert. Ich halte euch auf dem Laufenden.








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