hieroglyphenDie Wahl des Trägermediums entscheidet bei einem Beitrag oft über Erfolg und Misserfolg. Wenn man das falsche Trägermedium auswählt, dann verschenkt man eine Chance an seine Leser heran zu kommen. Als gutes Beispiel will ich hier Cat-Content – Videos/Bilder mit und über Katzen erwähnen. So funktioniert der berühmte Cat-Content nicht, wenn man 3 Zeilen über eine Katze schreibt – Cat-Content funktioniert nur als Bild oder Video.

Und so muss jeder Blogger sich genau überlegen mit welchem Trägermedium er seinen Beitrag am besten an den Mann/ Frau bringt.

Aber nicht nur dies kann manchmal eine Knacknuss sein. Nein der Blogger muss auch noch die richtigen Worte finden. So ist ein treffender Titel auch extrem wichtig, denn immerhin sieht ein Leser den Titel als Erstes. Und genau dann entscheidet der Leser, ob er neugierig auf den Text ist oder nicht. Hat man dann den Leser überzeugt, auch den Text zu lesen, dann muss man auf die Wortwahl achten.

Wenn ein Blogger Worte wählt, die der Leser nicht versteht oder sie ihm fremd vorkommen, dann wird er nicht vom Text mitgerissen, sondern diesen als abartig abstempeln und weiter gehen. Darum sind Texte die den Leser treffen extrem wichtig.

Ich bin vor ein paar Tagen über ein Blogbeitrag von der Firma blogWERK gestolpert. Dort werden 2 Textpassagen gezeigt, die dieses Problem genau schildern.

Version 1

Jochen schreibt
Gestern war ich um 08.00 zum Frühstück in einer Kneipe verabredet. Die Bedienung brachte uns zwei Tassen Kaffee mit Sahne, Leitungswasser und Kekse. Gleich im Anschluss gönnten wir uns ein leckeres Mittagsmenü: Gegrilltes Barschfilet mit Walnüssen und Kartoffelpüree – dazu einen knackigen Feldsalat mit Petersilie. Weil es so lecker war, verweilten wir gleich bis zum Abendessen. Wir verspürten aber keinen Hunger mehr, worauf uns das Personal eine Tüte brachte. Wir packten die Zucchini vorsichtig ein und gingen anschliessend aus.

Version 2

Ueli schreibt
Gestern war ich um 08.00 zum Morgenessen in einer Beiz verabredet. Die Serviertocher brachte uns zwei Tassen Kaffee mit Rahm, Hahnenwasser und Guetzli. Gleich im Anschluss gönnten wir uns ein feines Mittagsmenü: Grilliertes Eglifilet mit Baumnüssen und Kartoffelstock ¬¬¬¬ – dazu einen knackigen Nüsslisalat mit Peterli. Weil es so gut war, blieben wir gleich zum Nachtessen. Wir hatten aber keinen Hunger mehr, worauf uns das Personal einen Sack brachte. Wir packten die Zucchetti vorsichtig ein und gingen anschliessend in den Ausgang.

Wenn ihr nun diesen kleinen Text durchliest, welche dieser 2 Passagen gefällt euch besser? Auch wenn beide Texte eigentlich das Gleiche bedeuten, gibt’s einen riesen Unterschied. Die Version 1 ist von einem Deutschen geschrieben und die Version 2 von einem Schweizer. Ich denke egal ob man Schweizer oder Deutscher ist, es fällt sofort auf. Wenn ich nun ein Blogbeitrag aus der Schweiz lese, wo der Text Nummer 1 drinn steht, dann kommt mir das „Spanisch“ / komisch vor, und ich denke ein Text à la Version 2 in Deutschland, da würden viele Deutsche die Augen verdrehen 😉

Genau darum ist es wichtig, dass man die regionalen Unterschiede auch beachtet.

Wenn man also einen Text schreiben möchte, muss man sich genau Überlegen, was für eine Zielgruppe der Beitrag ansprechen sollte. Version 1 für Deutsche und Version 2 für Schweizer – und wir alle wären Glücklich.

Also liebe aktive und zukünftige Blogger, nicht nur das Thema und der Textaufbau entscheidet über euren Erfolg oder Misserfolg sondern auch die Wortwahl. Ja ich weiss, das Leben als Blogger ist nicht einfach.

Ich sage jetzt nicht, dass man Schweizer in Deutschland nicht mit Helvetismen um sich werfen sollte oder dass ein Deutscher in der Schweiz keine Texte schreiben sollte. Man sollte sich nur ein wenig anpassen aber nicht verdrehen. Den wenn ein Blogger texte mit Worten formt, die ihm fremd sind, dann merkt auch dies der Leser und dann könnte man auch Texte auf Chinesisch schreiben – der Effekt wäre der Gleiche – der Leser wandert ab.

Goldene Regel

Um einen treffenden Text zu schreiben, muss man nicht nur auf die Wortwahl achten sondern vor allem auch sich selbst bleiben. Verdreht der Schreiber sein ICH, wird das der Leser merken. Bleibt euch selbst ! Wenn ein deutscher Nordseeländer in der Schweiz eine Bäckerei führt und auch nach 20 Jahren vom Brötchen spricht und nöd vom Brötli, dann soll er auch Brötchen schreiben und nicht Brötli. Authentizität ist das wertvollste Gut des Bloggers – verspielt es nicht !

Über

Eric-Oliver Mächler

Seit 2005 bin ich ein aktiver Blogger. Ich kenne die Kniffe und die Tricks um einen Blog erfolgreich zu machen. Hier gebe ich diese kleinen Tricks gerne weiter und freue mich, wenn ich euch helfen kann. Hier erfährt man mehr über mich.

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