Instagram hat eine Änderung ausgerollt, die für viele Nutzer überraschend kommen dürfte: Im Zuge der Einführung von Metas neuem KI-Bildmodell „Muse Image“ werden öffentliche Profile automatisch zur KI Futter – und zwar ohne ausdrückliche Zustimmung.
Was ist passiert?
Meta hat am 7. Juli 2026 „Muse Image“ vorgestellt, das erste hauseigene KI-Bildmodell aus den Meta Superintelligence Labs. Damit tritt Meta direkt gegen OpenAIs GPT Images 2.0 und Googles Nano Banana 2 an. Das Modell wurde tief in die Instagram-App integriert.
Die wichtigste Neuerung für Nutzer:
Öffentliche Instagram-Profile sind ab sofort automatisch dafür freigeschaltet, in KI-generierten Bildern verwendet zu werden. Jeder, der euer Profil in einem Prompt markiert, kann Meta AI dazu nutzen, ein Bild mit eurem Aussehen zu erzeugen – vorausgesetzt, euer Konto ist öffentlich.
Meta selbst bewirbt das Feature als kreatives Werkzeug: Man könne damit Einladungen entwerfen, gemeinsame kreative Konzepte visualisieren oder personalisierte Grafiken erstellen. Der Rollout startet zunächst in den USA.
Was ist problematisch daran?
1. Opt-out statt Opt-in
Wer die KI-Nutzung seiner Inhalte ablehnen will, muss selbst aktiv werden. Die Standardeinstellung erlaubt die Nutzung.
2. Keine Benachrichtigung
Ihr werdet nicht informiert, wenn jemand mit euren Bildern KI-generierten Content erstellt. Ihr erfahrt es also gar nicht, wenn euer Gesicht oder eure Fotos in fremden KI-Bildern auftauchen.
3. Bereits erstellte Bilder bleiben
Selbst wenn ihr nachträglich widersprecht, werden bereits generierte KI-Bilder mit eurem Content nicht gelöscht.
4. Versteckter Pfad in den Einstellungen
Die Option zum Widerspruch ist tief in den App-Einstellungen vergraben und zum Zeitpunkt der Veröffentlichung in vielen Konten noch nicht einmal sichtbar.
In welchen Ländern ist diese Funktion aktiv?
Meta sagte, dass diese Funktion zurzeit nur in den USA eingeführt wird – aber das heisst nicht, dass wir davor sicher sind. Ich erwarte, dass sie diese Funktion innert weniger Wochen auch hier bei uns einführen. Darum checkt regelmässig, ob ihr da etwas einstellen müsst.
So widersprecht ihr der KI-Nutzung eurer Inhalte
1. Öffnet die Instagram-App
2. Tippt auf euer Profil
3. Tippt oben rechts auf die drei Striche (Menü)
4. Scrollt nach unten zum Reiter „Teilen und Wiederverwenden“
5. Dort findet ihr den Abschnitt „Anderen erlauben, eure Inhalte auf Instagram und mit KI-Funktionen auf Meta zu verwenden“
6. Schaltet die Toggles für „Posts“ und „Reels“ aus
Alternativ könnt ihr euer Konto komplett auf „privat“ stellen – dann ist die KI-Nutzung eurer Inhalte ebenfalls ausgeschlossen.
Fazit
Die Einführung von Muse Image reiht sich in eine wachsende Liste von Beispielen ein, bei denen Tech-Konzerne KI-Training und KI-Nutzung zur Standardeinstellung machen – und den Nutzern die Arbeit aufbürden, aktiv zu widersprechen. Wer Wert auf Kontrolle über seine Bilder und seine digitale Identität legt, sollte die neue Einstellung sofort prüfen und gegebenenfalls deaktivieren.
Wer den Blogbeitrag von Meta dazu lesen möchte den Link findet ihr hier.







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