Ich hoffe ihr habt nicht erwartet, dass der zur Zeit laufende WordPress-Krieg bereits vorbei ist – denn das ist er nicht. Um was es bei diesem WordPress-Krieg geht, muss ich glaub nicht nochmal wiederholen, sonst schaut euch hier diesen Link an und ihr findet alle Beiträge zu diesem Thema.
Wie ihr wisst, feierte WordPress vor wenigen Tagen seinen 23. Geburtstag (und ich bin seit 2005 dabei) und so wurde das natürlich auch im Blog von WordPress „gefeiert“. WordPress darf stolz sein auf das, was geleistet worden ist, immerhin verwenden so 46% aller Webseiten dieses CMS und im CMS-Markt verwenden über 61% dieses Tool. Ja, selbst Matt Mullenweg hat hier einen grossen Anteil am Erfolg und das muss man ihm auch positiv anrechnen.
Wäre nur dieser geistige Aussetzer nicht gewesen, der diesen WordPress-Krieg ausgelöst hat.
Ich habe diesen Artikel am Anfang komplett übersehen und bin erst durch einen Post auf X von Matt darauf gestolpert, er sagte da nämlich folgendes:
Natürlich musste ich mir dann den Artikel genauer anschauen.
Hier übrigens der Blogbeitrag von WordPress und Matt Mullenweg
In seinem Artikel konnte er sich einen gezielten Schuss auf seinen Endgegner WP Engine nicht verkneifen. Er hat wohl total vergessen, dass er der Aggressor ist und er sagt jetzt, dass er rechtlich gefoltert wird (legal torture) und dass der Anwalt alles daran setzt, um die WordPress Foundation zu zerstören. Auch fordert er die Community auf, dass wir die Leute bei Silver Lake (Investorengruppe), Quinn Emanuel (WP Engines Anwälte) und WP Engine kontaktieren sollen, sie zu bitten und zu beschwören, die Gewalt zu beenden (…please beg, plead with them to stop the violence).
Dann jammert er weiter, dass er von Anwälten gerade (ich nenns jetzt mal so) gegrillt wird und währenddessen Kollegen hat, die am Sterben seien…
Interessant an diesem Fakt ist ja, dass er gerade solche Aussagen machen muss, weil er erwischt worden ist, wie er Beweise / Logs / Chatnachrichten vernichtet hat und das mögen die Anwälte und selbst das Gericht gar nicht.
Der Blogbeitrag, der sich zu 20% über den 23. Geburtstag von WordPress dreht und zu 80% über den WordPress-Krieg, endet mit den einzig guten Worten.
Please have mercy and stop trying to ruin people’s lives. You’ve won. I submit. Let’s move on.
Fazit:
Ja, der Mad King Matt Mullenweg hat nun wohl langsam begriffen, um was es geht, nämlich um seinen Arsch und sein Bankkonto.
Wird WordPress eine Vertreibung von Matt Mullenweg überleben? Natürlich, es gibt bereits mehrere Forks, die eine Weiterentwicklung vorantreiben könnten und selbst die Zerstörung von WordPress.org, der privaten Webseite von Matt Mullenweg und dem Ort, wo sich das offizielle Repository mit all den Plugins befindet, kann überlebt werden. Immerhin gibts Projekte wie FAIR, die dafür sorgen werden, dass wir weiterhin einfach an unsere Plugins kommen.
Lustig war die Reaktion der Community auf den Tweet von Matt.
Einer hat sofort gefragt, ob er das OK von seinen Anwälten für diesen Post bekommen hat, immerhin ist es nicht der erste Post von ihm, der fragwürdig ist.
Und ein anderer hatte den sehr treffenden Kommentar zu dieser Situation geschrieben und dazu gibts wirklich nicht mehr viel zu sagen.
Zum Schluss bin ich jetzt wirklich gespannt, ob der letzte Satz eine Kapitulation von Matt darstellt oder einfach nur Füllwörter sind, um vom eskalierenden Streit abzulenken.
Ich persönlich bin es langsam echt leid, hier dauernd News zu diesem WordPress-Krieg verbloggen zu müssen und finde auch, dass es dringend Zeit ist, dass Matt Mullenweg die Rechnung für seine Aktion hier bekommt und zurücktritt – aber das habe ich schon öfters gesagt.
Lassen wir uns überraschen, was als nächstes kommt.







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