KI wird unser Business verändern und das ist gut so

von Eric-Oliver Mächler | Okt. 23, 2026 | Allgemein | 0 Kommentare

Schlagwörter: KI / AI

Ich wusste schon 2022, dass diese neue KI-Technologie mein Business umhauen wird. Deshalb war es für mich nie die Frage „KI: ja oder nein“, sondern eher: wie kann ich eine KI einsetzen? Die ersten paar Jahre habe ich regelmässig damit rumgespielt und ziemlich schnell gesehen, dass die Entwicklung exponentiell abläuft. Vor ein paar Monaten habe ich dann eine Studie gelesen, die besagt, dass alle drei Monate ein neues LLM-Modell erscheint – also eine Verdoppelung des Könnens.

Es gab dann ziemlich schnell diese „KI-Experten“, die Firmen den Himmel auf Erden versprechen – natürlich nur für viel teures Geld, und viele Firmen fallen bis heute darauf rein. In meinen Augen ist das sehr schade, denn so wird der Ruf von KI zerstört, obwohl sie eigentlich eine gute Sache ist. Aus diesem Grund versuche ich, echte Methoden zu finden, die kleinen KMU helfen, genauso zu profitieren wie grosse Firmen. Und da geht es nicht nur um Texte schreiben oder Programmieren.

Ich war vor ein paar Tagen an einem Event über KI. Dort haben Programmierer voller Stolz erklärt, sie hätten seit über sechs Monaten keine einzige Zeile Code mehr geschrieben – die KI erledige das für sie. Ich war schockiert über diese Aussagen, aber nicht überrascht. Viele denken, sie seien damit sicher in ihrem Job. Aber wenn die Teppichetage in den Firmen merken, dass sie gar keine Programmierer mehr brauchen, sondern selbst mit billigen Mindestlohnarbeitern (evtl. sogar aus China, Pakistan oder Indien) überleben können, dann werden diese Programmierer sehr schnell genau damit ersetzt.

Mich als Selbständigen betrifft das natürlich nicht – mein Job ist sicher.

Trotzdem bin ich immer wieder auf der Suche nach Möglichkeiten, wie ich mein Leben erleichtern könnte. Diese Ideen kann ich dann meinen Kunden genauso weitergeben.

  • Ich habe ja schon vor langer Zeit herausgefunden, wie eine KI einen Text erstellen kann
  • Natürlich weiss ich auch, wie eine KI einen Text korrigieren kann
  • Ich weiss auch, wie man verschiedene Dienste mit KI verbinden kann
  • Ich weiss auch, wie eine KI automatisierte Dinge im Office erstellen kann
  • Ich kenne auch verschiedene Wege, wie man eine KI mit einer Webseite verbindet und sie dort Dinge tun lässt
  • Ich weiss auch, wie eine KI automatische Text-, Preis- und Lagerverwaltung machen kann
  • Ich weiss auch, wie man eine KI lokal installieren kann und sich somit vor Token-Preiserhöhungen schützen kann
  • Ich weiss auch, wie man eine eigene Bilder-KI trainiert
  • …

Diese Liste kann ich fast täglich erweitern, und ich sehe daher auch wirklich, was für ein Potential eine KI haben kann.

Vor ein paar Tagen habe ich einem Shopkunden gezeigt, wie er mit einer KI und mit Hilfe eines PDF die Preise in seinem Shop (mit mehreren tausend Produkten) schnell und einfach anpassen kann und wie er das Warenlager noch besser mit dem Shop synchronisieren kann.

Solche Fälle machen am meisten Spass.

Auch ich habe mehrere Shops, die mir gehören, und auch da versuche ich, möglichst viele Dinge zu automatisieren, ohne die Kontrolle zu verlieren. Ich weiss dadurch genau, wo ich immer wieder Dinge vor mir herschiebe.

Zum Beispiel mache ich selten Instagram Stories oder Posts, und hier habe ich eine Chance gesehen. Bisher ging ich davon aus, dass man dafür teure KI-Dienste buchen muss, die das für mich erledigen. Jetzt nicht mehr.

Mir ist nämlich irgendwann eingefallen (ja, ich weiss, ich bin schnell): Man braucht nur eine Video-KI, wenn man einen „Hamster, der auf einer Erdbeere sitzt und die Wiese runterreitet“ haben möchte. Will man dagegen zum Beispiel nur einfache Ads bauen, reicht eine einfache Code-LLM.

Und so habe ich ein Projekt gestartet – hier auf meinem etwas älteren iMac – und bin losgelegt.

In der ersten Version habe ich der KI strenge Regeln gegeben, und das hier ist herausgekommen:

Danach habe ich der KI ein wenig mehr Freiheit gelassen und sie auch mehr selbst entscheiden lassen, und das hier ist herausgekommen:

Und das Resultat hat mich begeistert. Aber ich wollte nicht nur meinen normalen Computer damit belasten, sondern auch herausfinden, ob ich meinen Raspberry Pi 4 da einsetzen könnte. Also habe ich dort Claude Code installiert, die Skills installiert und ihn eine Aufgabe machen lassen – und voilà.

Ein Raspberry Pi 4 ist ja nicht die schnellste Kerze auf dem Kuchen, aber er hat ohne zu murren die Aufgabe innert so zehn Minuten erledigt.

Natürlich war ich mit dem Experiment noch nicht fertig. Ich habe vor zwei Wochen ein neues WooCommerce-Plugin programmiert (ja, ich habe selbst Code geschrieben, aber durch die KI überprüfen lassen) und so gab ich der KI nur einen Link und die Aufgabe, daraus eine Ads zu bauen. Natürlich gab ich der KI über die CLAUDE.md-Datei ein paar Regeln, die sie zu beachten hat, aber als Resultat hat mich das echt überzeugt.

Eine coole Sache – jetzt habe ich keine Ausrede mehr, hier auch aktiv zu werden und ein bisschen Werbung zu schalten.

Für kleine Online-Shops / Firmen ist das natürlich eine geile Sache.

Fazit

Ja, eine KI kann wirklich viel cooles machen und uns das Leben erleichtern. Aber eine KI sollte man nicht selbstständig alles automatisch erledigen lassen, sondern sollte weiterhin kontrollieren, was sie so treibt – denn ja, ein Unfall kann böse Folgen haben (wäre ja doof, wenn er ein Produkt für 0.10 statt 10.00 verkaufen würde).

Für meine eigenen Projekte bedeutet die KI: Sie kann mir Dinge abnehmen und ausführen, für die ich entweder keine Lust hatte oder keine Zeit. Solange aber eine KI keine Seele hat, wird sie uns auch nicht komplett nutzlos machen.

Für mein Business bedeutet es: KI wird von Monat zu Monat eine immer grössere Herausforderung, aber sie ist keine Gefahr.

Je besser sie wird, desto mehr werden meine Kunden selbst machen wollen, und so werden weiterhin mehr Projekte sterben. Ich muss mich also mehr anpassen, und zwar in Bereiche, wo die KI noch nicht so gut ist. Ich konzentriere mich persönlich immer mehr auf die Ausbildung von Menschen. Ich mache ja regelmässig Webinare sowie auch volle Kurse, und da werde ich wohl mein Angebot auch um smarte KI-Integration erweitern müssen 🙂

Ich freue mich heute schon auf morgen, wo ich neue Tricks herausfinde, die ich meinen Kunden anbieten kann – die das Leben erleichtern, aber das Business nicht gefährden.

Wie sagte schon jemand: „Veränderung ist die einzige Konstante im Leben“ – und jetzt müssen wir uns halt viel schneller anpassen.

Mein Tipp an euch: Wenn ihr Zeit und Lust habt, dann experimentiert selbst mit der KI und findet Workflows, die für euer Business passen. Glaubt aber nicht allen Experten alles.

Und falls ihr dabei Unterstützung braucht, meldet euch einfach bei mir.

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