geldJetzt erzähle ich euch schon soooooooo lange, dass ein Unternehmen in der heutigen Zeit ein Corporate Blog führen muss und dass ein Corporate Blog in einen gesunden Social Media Marketing Mix gehört. Nun die Unternehmer unter euch, sind Fan von harten Zahlen und darum möchten sie jetzt natürlich auch gerne Wissen was den so ein Corporate Blog kostet.

Hardware kosten:

Die meisten Firmen haben ja heute auch schon eine Webseite. Wenn man ein Blog installiert, sollte man schauen, dass man so 5GB Platz hat. Das sollte so für 1-2 Jahre reichen. Eine Subdomain kostet ja auch nichts.
Die Hardware kosten für den Blog bei 0 CHF

Software kosten:

Jetzt kommts darauf an was für ein CMS man im Unternehmen einsetzt. Typo3, Drupal oder sonst ein exotische Selbstentwicklung. Die meisten davon haben heute auch bereits frei verfügbare Module die das Bloggen ermöglichen. Ich empfehle aber dringend eine saubere neue Installation fürs Bloggen aufzusetzen und zwar mit WordPress. Dieses System ist kostenlos und schnell installiert. Hier habe ich ja bereits eine Anleitung geschrieben, wie man WordPress schnell installiert.
Die Software kostet also auch 0 CHF

Zeit:

Zum Installieren braucht man 1 Stunde und ein Design kann man sich machen lassen.

Ich habe hier schon mal den Zeitaufwand berechnet, den man für 1 Blogpost ca braucht. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass man relativ geübt ist und kürze darum den Zeitaufwand auf die Hälfte. Also von der Idee bis zur Promotion eines Blogpost rechnen wir mal 3 Stunden.

Ich empfehle ja, dass man pro Woche 1-2 Blogpost schreiben sollte. In diesem Rechnungsbeispiel nehmen wir 6 Blogpost pro Monat und 1 Arbeitsstunde kostet hier mal 25 CHF. (Das ist ein Durchschnittswert vom Praktikanten bis zum festangstellten MA)

Tätigkeit Zeit (Std) Kosten (in CHF)
Hardware kosten 0 0
Software kosten 0 0

   
6 Blogpost schreiben – promoten 18 450
Promotexte 1 25
     
Total: 19 475

Wie man also sehen kann, kostet ein Corporate Blog ca 500 CHF pro Monat dem Unternehmen.

Besuchergewinn:

Ich rechne jetzt mal sehr konservativ.
Wenn nun ein Unternehmen dies 6 Blogposts pro Monat schön durchzieht kann so mit 300-500 Besucher am Tag auf seinen Blog rechnen. Das sind dann also 10’000 Leser im Monat. Wenn nun 1 von 1000 Besucher nach dem Lesen mit dem Unternehmen Kontakt aufnimmt und mehr Informationen möchten, hat man also 10 potentielle Neukunden.

Kosten-/ Nutzenrechnung:

Kurz gesagt, ein Blog kostet ca 500 CHF pro Monat aber kann auch 10 Neukunden bringen. Also kostet 1 Leser das Unternehmen ca 0.50 CHF. Das ist günstiger als jede Google Adwords oder Banner Kampagne und viel nachhaltiger als diese. Ich denke das ist doch ein genialer Wert – nicht?

Ich hoffe ich konnte euch in diesem kleinen Milchbüechlirechnung kurz aufzeigen, was so ein Corporate Blog so einem Unternehmen kostet aber auch bringt. Natürlich kann man jetzt mit den Zahlen noch rumspielen. Man kann natürlich auch professionelle Blogger (wie zum Beispiel mich) dazuholen – aber dann kostet es einem Unternehmen natürlich auch mehr. Wenn ich mir aber dann vorstelle dass ein Zeitungsinserat schnell mal 10’000 CHF kostet und man dafür keine wirkliche Erfolgsrechnung bekommt, ist man mit einem Corporate Blog total im Vorteil!

Ihr seht also, die Kosten sollten kein Hinderungsgrund sein um keinen Corporate Blog zu führen. Wenn ihr Hilfe bei der Erstellung eines Corporate Blog braucht oder spezielle Fragen dazu habt, dann schreibt mir doch eine eMail. Ich helfe euch gerne bei euren Problemen.

Über

Eric-Oliver Mächler

Seit 2005 bin ich ein aktiver Blogger. Ich kenne die Kniffe und die Tricks um einen Blog erfolgreich zu machen. Hier gebe ich diese kleinen Tricks gerne weiter und freue mich, wenn ich euch helfen kann. Hier erfährt man mehr über mich.

7 Kommentare

  • Lieber Eric
    Diese Milchmann Rechnung ist interessant. Aber das hängt alles ein wenig davon ab, wie die Organisation strukturiert ist.

    Ein Vorteil ist, dass man auf dem Blog vieles selber machen kann. Somit ist man nicht auf IT-Support angewiesen, was ja immer so seine Zeit dauert bis der Support dann das macht beim CMS was man so braucht … 🙂

    Uebrigens, dass Du es schaffst in 3 Std. einen Blogeintrag zu schreiben finde ich super. Aber gehe davon aus, dass je nach Lesergruppe es vielleicht 6 Std. braucht was tolles zu produzieren. Ebenso wichtig ist, dass ja Corporate Bloggers vielleicht nicht so gut und schnell wie Du schreiben. Da werden aus 3 Std. 6 und dann schon einmal 12 (z.B. wegen Schreiberblockade).

    Bei einem Stundenlohn von ca. 60 Euro oder CHF 80.00 (z.B. inklusive direkte Kosten, Nebenkosten wie Pensionskasse, indirekte Kosten für den Arbeitsplatz, Ferien, Absenzen wegen Krankheit, usw.) reichen wohl CHF 500 nicht.

    Nur schon eine Putzperson kostet mehr als CHF 25.00 (AHV, etc.). Da wird eine Ingenieurin welche bei ABB bloggt wohl etwas mehr kosten als CHF 25.00 in der Stunde.

    Danke für den Blogeintrag.
    Urs
    Liste von Schweizer CEOs – verdienen etwas mehr als CHF 80.00 pro Stunde – welche bloggen:
    ===> http://blogrank.cytrap.eu/ig/4yt/*/*/CH/CEO

    • Danke Urs für deinen Kommentar.
      Nun wie gesagt das ist eine Milchbüechlirechnung. Ich musste einen Mittelweg finden zwischen dem günstigsten Weg und dem Teuersten. Ein Praktikant kostet weniger als ein Anwalt der 1200 CHF/Stunde verrechnet.

      Meistens ist es so, dass nicht der Ingenieur oder der Arzt selber bloggt, sondern seine Angstellte oder Marketingfachfrau (oder wie die auch immer heissen mögen). Also musst hier nicht den Cheftarif nehmen.

      Mir ist klar, dass manche Angstellte teurer sind als andere und dabei brauchen sie zum bloggen länger oder sind schneller fertig. Das alles sind Faktoren die ich so nicht direkt berechnen kann und nehmen konnte – darum habe ich hier ein Handgelenk * PI Lösung genoommen.
      Übrigens habe ich von der 1. Hälfte der Leser gehört, dass die Zahlen zu niedrig sind – und die 2. Hälfte der Leser sagte, es sei zu hoch angesetzt. Anscheinend habe ich dann den perfekten Mittelweg gefunden 🙂

  • Hallo Eric,

    meiner Erfahrung nach liebt es meist nicht an den freien Kapazitäten. Viele kleine und mittelständige Unternehmen haben Angst, einem Shitstorm zu erleiden. Ich kann das gar nicht so richtig nachvollziehen. Was gibt es schließlich schöneres, direkt im eigenem Blog den Wind aus den Segeln zu nehmen.

    Grüße
    Steve

    • Guter Kommentar danke Steve.
      Shitstorm-Angst ja das ist wohl die neueste Phobie die von den Medien gehypt wurde in den letzten 18 Monate. Ich habe gerade einen grösseren Vortrag dafür vorbereitet und im Zuge dieser genauen Analyse musste ich feststellen, dass es im deutschsprachigen Raum eigentlich kein Shitstorm gibt. Den selbst 10 erzürnte Kunden von sagen wir 100000 sind in der Lage im Web aufzufallen. Und das wären dann ja weniger als 0,0001% der Kunden also nichts…
      Also ist der Begriff Shitstorm etwa so böse wie das Papiermonster 🙂

  • Hallo Eric,
    ein interessanter Artikel, den man sich als Grundlage für die eigenen Berechnungen zunutze machen kann.
    ich denke, die Berechnungen sind auch davon abhängig, in welcher Branche man unterwegs ist. Meine Blogposts haben auch immer zusätzlich noch ein Praxisvideo, welches gedreht, geschnitten und vertont werden muss. Meine Branche (die Fitnessbranche), lebt vom bewegten Bild. Weiterhin wichtig: Der Prozeß des „Gegenlesens“. Ein Post wird bei uns auch immer von einer unabhängigen Person noch einmal gegengelesen bzw. redigiert, um Fehler auszumerzen. Dieser Prozeß der Freigabe kommt also dann „on top“ auch noch dazu. Weiterhin ist natürlich der Umfang des Artikels eine wichtige Größe: Bei 400-500 Wörtern geht das Schreiben natürlich schneller, als bei einem Beitrag mit 1000 Wörtern. Somit komme ich dann bei meinen Posts schnell mal auf 10-12 Stunden. Also: Nichts ist individueller, als ein Blogpost!
    Viele Grüße aus Köln
    Alex

    • Danke Alex für deinen Kommentar.
      Ich glaube aber nicht, dass hier die Branche den Ausschlag gibt, sondern eher das Blog-Konzept. Du wirst wohl nicht 3 Blogpost pro Woche schreiben und bei jedem ein 30min Video einbinden (welches du selbst gedreht/geschnitten hast). Es geht also vorallem darum, was du als Konzept dir überlegt hast. Ein Video-Blog braucht mehr Zeit, muss anders beworben werden als ein CEO Blog. Und das Konzept muss natürlich an die Branche angepasst sein.

      Natürlich habe ich in meiner Berechnung die externen Kosten weggelassen, wenn man Blogtexte in 5 verschiedene Sprachen übersetzten lässt oder man jeden Text von einem Hochschulprofessor redigieren und korrigieren lässt, dann steigent natürlich auch die Kosten. Ich bin davon ausgegangen, dass mindestens 1 Person im Unternehmen gute Texte schreiben kann, das kann die Marketingbeauftragte sein oder auch die Sekretärin.

  • Hallo Eric,
    stimme dir grundsätzlich zu.
    Aber tatsächlich: Ich drehe die Videos (zwei pro Woche) alle selber, schneide vertone und schreibe dann noch die Blogposts 🙂
    Richtig ist natürlich, dass ein CEO Blog anders aussieht, als ein praxisorientierter kombinierter Vlog / Blog.

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