rechtDieser Beitrag richtet sich jetzt mal direkt an die deutschen Leserinnen und Leser dieses Blogs. Und nicht weil es auch die anderen deutschsprachigen Leute nichts angeht, sondern weil das mal wieder den Abmahnwahnsinn des deutschen Gesetzes betrifft!!

Es ist ja so, dass wir Blogger auch gerne wissen würden, wieviele Leser der Blog hat, welcher Beitrag besonders bei den Lesern ankommt und welcher Blogbeitrag eher Leser vertreibt als anzieht. Das tun ja nicht nur wir Blogger sondern eigentlich alle im Internet. Den solch eine Statistik ist die Grundlage für eine Erfolgsmessung und Vermarktung und es schmeichelt natürlich auch das eigene Ego.

Jetzt ists aber so, dass man in Deutschland mal wieder eine extra Wurst fährt und das Erfassen von Lesern als verbotene Tat/ höchst kriminelle Tat anschaut. Und darum muss jeder der eine Webseite führt auf die Trackingmethode in seinem Impressum aufmerksam machen – vorallem wenn man Google Analytics einsetzt. Auch müssen die Besucher der Webseite die Möglichkeit haben, sich gegen ein Erfassen des eigenen Besuchs aussprechen zu können. Das dies eigentlich ein totaler Blödsinn ist und technisch sehr schwer ist – darauf geh ich jetzt mal nicht ein.

Bisher galt das Open Source Trackingtool Piwik als gute Alternative und auch als rechtssicher.

Das hat sich nun geändert, das Landgericht Frankfurt hat in einem aktuell Urteil gesagt, dass die Datenschutzkonformität der Einbindung von Piwik (in diesem Fall) auch als wettbewerbsrechtlich relevant eingestuft wird. Und wie ihr wisst ist alles was wettbewerbsrechtlich relevant ist, auch abmahnfähig.

Also ACHTUNG liebe Blogbetreiber – wenn ihr dachtet ihr seid mit Piwik auf der sicheren Seite, so liegt ihr jetzt falsch.

Was muss ich jetzt tun?

Nun ich bin kein Anwalt und kann euch das nicht 100% sicher sagen – aber was ihr sicher machen müsst ihr die gleiche Vorsicht wie bei Google Analytics walten zu lassen. Folgende Punkte sind sicher zu beachten.

  1. Der Besucher muss darauf aufmerksam gemacht werden, dass sein Besuch getrackt und erfasst wird.
  2. Der Besucher muss die Möglichkeit haben dieses Tracking zu verbieten.
  3. Geht in die Kirche/Tempel/Moschee und betet zu eurem Gott, dass ihr nicht Ziel einer Abmahnung werdet.

Die Punkte 1 und 2 sind mal sehr wichtig, Punkt 3 ist eindeutig ein kleiner Scherz von mir – ich hoffe ihr nehmt es mir nicht übel – aber manchmal denke ich wirklich man sollte zu den Göttern beten, damit die Politiker nicht mehr auf solche depperten Ideen kommen.

Hier habe ich noch ein sehr informativer Blogbeitrag eines deutschen Anwalts zu diesem Thema:
LG Frankfurt: Einbindung von Trackingtools (hier Piwik) ohne ausreichende Datenschutzerklärung und Widerspruchsbelehrung abmahnfähig

Fazit

Wenn ihr genau wissen wollt, wie ihr das machen müsst – vor allem als Online Shop Betreiber und Firma, fragt euren Anwalt. Als kleiner Blogger haben wir noch das Glück, dass wir nicht wirklich Interessant sind und zu wenig Geld machen – aber trotzdem würde ich mich als deutscher Blogger und natürlich auch Bloggerin (will hier keine Frau beleidigen weil ich sie nicht Genderkonform erwähnt habe).

Sicher ist sicher !

Wenn ihr aber noch Ideen habt, was man tun muss – dann freue ich mich über eure Kommentare und kann dann eine Liste von Punkten machen damit man datenschutzkonforme Blogs/ Webseiten / Online Shops bekommt. Danke für eure Mithilfe.


Notice: Undefined index: HTTP_REFERER in /home/sterntal/public_html/chefblogger_v2/wp-content/plugins/wpstatistix/tracking.php on line 30